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Neuer Heizkörper geplant? Inspiration für die Auswahl

Klassischerweise sind Heizkörper Weiß und haben eine rechteckige Form. Das muss aber nicht so sein. Heizkörper können nicht nur Räume erwärmen, sondern auch gestalten - hier ein Überblick.

Neuer Heizkörper geplant? Inspiration für die Auswahl

Kuscheliger Platz am Fenster - eine Heizung mit Sitzgelegenheit macht es möglich. Foto: Thomas Bach/Zehnder Group

Von dpa/tmn

Oft werden sie auf ihre Heizfunktion reduziert und ansonsten eher ausgeblendet. Zu Unrecht, denn auch Heizkörper können gezielt für die Raumgestaltung eingesetzt werden. Wer plant, bei sich zu Hause einen Heizkörper auszutauschen oder neu installieren zu lassen, hat eine große Auswahl. „Heizkörper kann man mittlerweile als Raumtrenner, als Regal, Garderobe oder Sitzgelegenheit finden“, sagt Ralf Kiryk vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie.

Häufig haben die Modelle zwar eine kompakte, rechteckige Form. Das muss aber nicht so sein.„Im Fachhandel gibt es auch gebogene oder geknickte Heizkörper“, so Kiryk. Man kann sogar Modelle mitgeschwungenen Linien finden - wodurch der Heizkörper wie ein eigenes Kunstwerk wirkt. Alternativen zum klassischen Weiß.

Viele Leute entscheiden sich ganz klassisch für Weiß - doch Heizkörper gibt es mittlerweile in allen Farben. „Theoretisch kann man seinen Heizkörper sogar exakt an seine Wunsch-Wandfarbe anpassen lassen. Solche Sonderanfertigungen sind aber natürlich teurer“, so Kiryk. Der Vorteil: Der Heizkörper fügt sich harmonisch im Raum ein.

Den Standort überdenken

Häufig stehen Heizkörper unter dem Fenster. Aber warum eigentlich? „In der Regel ist dies der kälteste Ort im Raum. Somit ist der Standort ideal für eine gut funktionierende Konvektion“, so Kiryk. Er erklärt:„Damit ist gemeint, dass ein schnellerer Austausch zwischen der kalten Raumluft und dem warmen Heizkörper möglich ist.“ Denkbar wäre aber auch ein anderer Standort, wenn man etwa eine neue Raumgestaltung plant. „Zumal mittlerweile in Neubauten die Fenster häufig so gut gedämmt sind, dass es dort kaum einen Kälteeintrag von außen mehr gibt“, so Kiryk. Mit der Folge, dass der Heizkörper nicht zwangsläufig unter dem Fenster stehen muss. In einem Bestandsbau ist die Lage jedoch etwas anders: „Da ist ein Ortswechsel des Heizungskörpers zwar möglich. Meist ist dieser aber aufwendiger, weil dafür oft auch die Heizungsrohre neu verlegt werden müssten“, erklärt Kiryk.

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Worauf es bei Heizkörpern noch ankommt

Neben optischen Aspekten, wie der Farbe und der Form ist bei der Suche nach einem neuen Heizkörper am Ende natürlich seine Funktion ausschlaggebend. „Entscheidend ist, dass die Heizlast ausreichend ist. Dafür muss die Leistung des Heizkörpers zur Raumgröße passen“, erklärt Kiryk. Berechnungen zur Heizlast übernehmen Fachleute. „Bewohner können dann aber überlegen, ob sie die benötigte Leistung auf einen oder mehrere Heizkörper verteilen wollen.“ Und so die Planung mitgestalten. Tipp: Wer dem Fachmann das Leben leichter machen will, hat idealerweise alle wichtigen Unterlagen zum Gebäude griffbereit - etwa Angaben zur Dämmung und zu Wärmebrücken sowie zum U-Wert der Fenster.

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Lüftefehler vermeiden

Richtig lüften: Das kann das Schimmelrisiko senken. Typische Fehler, Fallstricke und wie man es besser macht.

Regelmäßiges Lüften ist wichtig, damit schlechte Luft und Schadstoffe die Wohnung verlassen. Und es kann das Schimmelrisiko senken - wenn man es richtig macht. Drei Fehler beim Lüften sollte man wegen der drohenden Schimmelbildung lieber bleibenlassen:

1. Fehler: Mehrere Räume über einen Raum lüften.
2. Fehler: Fenster dauerhaft gekippt lassen, und
3. Fehler: Bei Regen ganz auf Lüften verzichten.

Auch wenn es womöglich manchmal praktisch scheint, um keine kalte Luft ins Zimmer zu holen: Lüften sollte man nicht von einem Zimmer in ein anderes - sondern immer nach draußen, rät der Deutsche Mieterbund (DMB). Was fürs Lüften gilt, gilt übrigens auch fürs Heizen: Einen Raum über einen anderen einfach mitheizen, also etwa das Schlafzimmer über die laufende Heizung im Wohnzimmer ist keine gute Idee.

Der DMB empfiehlt, morgens in der Wohnung für einen kompletten Luftwechsel zu sorgen, indem man in jedem Zimmer das Fenster weit öffnet. Vormittags und nachmittags sollte man dann nochmals diejenigen Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben - und abends für einen kompletten Luftwechsel - auch im Schlafzimmer - sorgen. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt laut der Initiative Wärme+ übrigens zwischen 40 und 60 Prozent. Wie hoch diese in Ihren Räumen ausfällt, können Interessierte mit einem Hygrometer messen.


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