Die Kulturinsel ist eine multikulturelle Oase, in der Kreativität, Kultur und auch viele Pflanzen blühen. Doch weil das Zollamt-Areal saniert werden muss, muss die Kulturinsel für eine längere Zeit umziehen. Das Württemberg-Haus, ein zerlegbares Holzhaus, das 2012 als Weinzelt auf dem Cannstatter Volksfest stand, soll als Übergangslösung dienen. Noch ist die Kulturinsel aber am gewohnten Standort im Neckarpark Bad Cannstatt, und dort ist viellos.
Was das Württemberg-Haus betreffe, so sei man gemeinsam mit der Stadt und den Partnerinnen und Partnern dabei, „intensiv an der weiteren Konkretisierung der möglichen Interimslösung zu arbeiten“, heißt es seitens der Kulturinsel. „Die nächsten Schritte sind angestoßen, Abstimmungen laufen konstruktiv - und wir sind vorsichtig optimistisch.“ Wie bei allen größeren Transformationsprojekten brauche es Sorgfalt, Geduld und verlässliche Rahmenbedingungen. Das gilt auch für den finanziellen Spielrahmen, und der sei, wie für viele gemeinwohlorientierte Orte, durch die Kürzungen im städtischen Doppelhaushalt, kleiner geworden. „Die Kulturinsel ist aktiv und handlungsfähig, und wir setzen weiterhin auf starke Partnerschaften, gegenseitige Unterstützung und Solidarität. Jeder Beitrag - ideell oder finanziell - hilft uns, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“ Und ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen, das weiterhin mit Offenheit, Zugänglichkeit und fairen „Zahl-was-du-kannst“-Formaten stattfinden könne.
Im Frühling und Sommer wächst eine Menge auf der Kulturinsel, wie die Workshop-Reihe mit Permakultur-Designer Valentin Claus passend zum Kulturinsel-Motto „essbares Quartier“. Neben theoretischen Einblicken in Permakultur-Prinzipien gibt es konkrete Praxisimpulse für die Gestaltung eines gedeihenden Gartens und Inspiration für einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt im größeren Zusammenhang. Der nächste Termin am Samstag, 18. April, von 13 bis 17 Uhr, dreht sich um „Pflanzenauswahl und Mischkulturen, und ist bereits ausverkauft, eine Warteliste gibt es unter aktiv@kulturinsel-stuttgart.org. Die nächsten Termine sind am Samstag, 23. Mai, „Das lebendige Netzwerk“, am Samstag, 20. Juni, „Beikraut, Nützlinge und Schädlinge“, und am Samstag, 11. Juli, „Waldgarten und Agroforst“, jeweils von 13 bis 17 Uhr. An drei Sonntagen, am 19. April, 21. Juni und 20. September, gibt es einen Veganen Brunch, bei dem gemeinsam Mitgebrachtes geschlemmt wird und ein kleines Fest der Vielfalt gefeiert wird.
Schach auf der Kulturinsel begann als offene Idee aus der Nachbarschaft, und ist inzwischen ein voller Erfolg. Generationsübergreifend, von Grundschulalter bis ins höhere Seniorenalter, wird auch am Sonntag, 12. April, von 14 bis 17 Uhr, konzentriert gespielt, gelacht, erklärt, neu begonnen und weitergedacht. Organisiert aus dem Quartier für das Quartier ist Schach auf der Kulturinsel ein offener Raum für Austausch, Lernen und gemeinsames Denken - in entspannter Atmosphäre und mit viel Herz. Eine Anmeldung ist erforderlich unter https:// www.kulturinsel-stuttgart.org/programm.
Nachhaltigkeit, Bewegung, Kreativität
Fünf Jahre Nachhaltigkeit im Quartier wird am Samstag, 9. Mai, von 14 bis 17 Uhr, mit dem 5. Nachhaltigkeitstag auf dem Margavon-Etzdorf-Platz gefeiert. Was einst als gemeinsame Initiative begann, ist heute ein lebendiger Treffpunkt für Engagement, Austausch und konkrete Veränderung - mit einem bunten Programm rund um Nachhaltigkeit.
Zukunftsinsel #2 - Summer Opening heißt es am Samstag, 9. Mai. Von 14 Uhr bis 23 Uhr gibt es ein vielfältiges Programm auf der Kulturinsel - mit Bewegungs- und Kreativworkshops für jedes Alter, entspannten Beats im Freien, Live-Musik und einem Club-Special zum Abschluss.
Ein neues generationsübergreifendes Format auf der Kulturinsel heißt „Sonntags.barfuß.tanzen“ - mit entspannten Beats, unterschiedlichen Workshops, sowie liebevollen Mitmachangeboten für Groß und Klein. Barfuß tanzen auf Teppichen, kreativ werden, zuhören oder einfach die Zeit auf der Kulturinsel genießen kann man am Sonntag, 24. Mai, von 14 bis 20 Uhr. Eva Herschmann