Die Achtundsechziger

1968 zählt zu den Schlüsseldaten deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Die Ziffer steht für eine Epoche – eine Ära des Aufbegehrens, der Revolte, der Selbstbefreiung. Sie begann mit dem Protest gegen den Vietnamkrieg und endete mit dem linken Terror der RAF.

Die Achtundsechziger, ihre politische Kultur und ihr geistiges Erbe erregen noch heute die Gemüter. Das Urteil über den Aufruhr, den sie veranstaltet haben, fällt zwiespältig aus. Was ist von 1968 geblieben, von dem Protest gegen Kolonialkriege, falsche Autoritäten, gegen die Tabus der düsteren deutschen Vergangenheit und eine Ökonomie, die als bloße Zerstörungsmaschinerie gebrandmarkt wurde?

Dieser Frage gehen wir in einer Serie nach. Die Perspektive richtet sich dabei auf Entwicklungen, die damals ihren Lauf nahmen und die unsere Gesellschaft immer noch prägen.