Wo komme ich her? Die kalifornische Fotografin Francesca Hummler verbringt viel Zeit im Haus ihrer Großeltern in Plüderhausen, fotografiert sich und die Gegenstände darin. In ihren Bildern geht es um Kriegstraumata, adoptierte und tote Kinder, die guten und schlimmen Dinge in Familien.
Die Enkelin mit den Großeltern Siegfried und Christel Köhnlein im Wohnzimmer in Plüderhausen.
Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel
In der Serie „Unsere Puppenstube“ verwendet Francesca Hummler das Puppenhaus, das ihr Urgroßvater, Großvater und Vater gebaut haben und lässt ihre Schwester Masantu davon Besitz nehmen. Hier hängt sie ein Foto von sich an die Wand.
Francesca Hummler
Hummlers Eltern adoptierten Masantu aus Äthiopien. In den Fotos verarbeitet die junge Fotografin diesen Teil der Familiengeschichte, auch die Erfahrungen von Rassismus und Ausgrenzungen, denen die kleine Schwester ausgesetzt war und ist.
Francesca Hummler
„Trauma lives in the body“ (das Trauma lebt im Körper) schreibt Hummler zur Serie „Chance or Family“, für die sie sich Familienbilder auf die Haut druckt.
Francesca Hummler
Ein Jugendfoto der Großmutter auf einem Schinken-Käse-Toast im Haus der Großeltern. Manche Metaphern bleiben Andeutungen.
Francesca Hummler
Viele Arbeiten sind Selbstporträts. Hier steht die Fotografin hinter dem Vorhang und hält einen Super-8-Recorder.
Francesca Hummler
Die Stöcke und Krücken des Opas, der nicht mehr gut gehen kann, im Baum hinterm Haus in Plüderhausen.
Francesca Hummler
Die Walnussfliege zerstört die Ernte. Hier ruht eine Nuss wie ein kostbares Fabergé-Ei auf dem Deckchen.
Francesca Hummler
Francesca Hummlers Hände werden zum Setzkasten für die Sammlung der Urgroßmutter.