Mobilfunkdaten ausgewertet: Mehr Besucher beim Start des Stuttgarter Frühlingsfests

Besucherandrang auf dem Stuttgarter Frühlingsfest am Eröffnungstag am Samstag.
Ferdinando IannoneTrotz wirtschaftlich angespannter Lage, gestiegener Spritpreise, nach wie vor hoher Wasenbier-Preise und teils sogar gestiegener Göckeles-Preise hat das Stuttgarter Frühlingsfest zum Auftakt nichts von seiner Anziehungskraft verloren: Am Samstag strömten wieder Tausende Besucher auf den Festplatz – und sogar etwas mehr als im Vorjahr.
Insgesamt wurden am Eröffnungstag 2026 insgesamt etwa 146.000 Menschen gezählt, etwa fünf Prozent mehr als 2025. Das geht aus einer Analyse des Telekommunikationsanbieters O2 Telefónica und dem Analysespezialisten Invenium Data Insights hervor. Grundlage sind anonymisierte Mobilfunkdaten, die erfassen, wie viele Mobiltelefone sich in die Funkzellen im Bereich des Festgeländes eingeloggt haben. Diese Werte werden anschließend mithilfe statistischer Verfahren auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.
Meisten Besucher waren gegen 21 Uhr auf dem Frühlingsfest
Wie ein Vergleich der beiden Eröffnungstage im Zeitverlauf zeigt, waren in diesem Jahr durchgängig mehr Besucherinnen und Besucher zugegen. Wie viele Besucher jeweils zu welcher Uhrzeit auf dem Frühlingsfest waren, zeigt diese Grafik:
Am stärksten besucht war das Frühlingsfest in diesem Jahr gegen 21 Uhr. Das deckt sich etwa mit dem vergangenen Jahr, auch dort war das Fest kurz vor 21 Uhr am besten besucht. Gegen 17.20 lagen die Besucherzahlen am deutlichsten über denen des Vorjahres: 2026 waren zu dem Zeitpunkt rund zwölf Prozent mehr Besucher vor Ort als noch vergangenes Jahr, in absoluten Zahlen knapp 57.000. Die Veranstalter von In.Stuttgart berichten, dass diese Besucherzahlen nah an den von ihnen erhobenen Zahlen liegen.
Erklären lässt sich der starke Besucherandrang in diesem Jahr mit einem Blick aufs Wetter: Vergangenen Samstag kletterten die Temperaturen auf bis zu 23 Grad, vergangenes Jahr war es mit maximal 20 Grad etwas kälter. Auch um kurz nach 17 Uhr zeigte das Thermometer noch etwa 22 Grad.
„Das Wetter spielt immer eine Rolle bei den Festen, weil sie draußen sind“, bestätigt Dennis Hamann, Sprecher von In.Stuttgart. Es sei allerdings schwer vorauszusagen, was die Menschen zum Frühlingsfest bringe. „Ich glaube, die haben einfach auch Lust zu feiern.“ Für Hamann spielen aber noch weitere Faktoren eine Rolle: Etwa Neuerungen, darunter eine neue Spielbude mit „Kamelrennen“ oder aber das neue dreistöckige Laufgeschäft „Spaßstadl“. Außerdem handle es sich bei den Fahrgeschäften auf dem Frühlingsfest seiner Meinung nach um die gefragtesten Fahrgeschäfte derzeit.
Dass die Besucherzahlen zwischen 16 und 18 Uhr besonders stark ansteigen, hängt potenziell auch mit dem Wechsel der Tischreservierungen zwischen der Mittags- und der Abendschicht in den Bierzelten zusammen. Das sorgt für größeres Kommen und Gehen und treibt so die gezählten Besucher nach oben.
Besucherzahlen
Mobilfunkdaten
Die Informationen über die Besucher des Stuttgarter Frühlingsfests 2025 und 2026 liefert der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica gemeinsam mit dem Analysespezialisten Invenium Data Insights auf Basis anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten. Dabei wurde berücksichtigt, wer sich zwischen ein und zwölf Stunden auf dem Frühlingsfest aufgehalten hat.
