Schaden durch Feuerlöschschaum: Vandalismus in Musberger Halle gibt Rätsel auf

Zur Turn- und Sporthalle Musberg gehört auch das Restaurant Hirschgraben.
Philipp BraitingerGanz aus der Ferne betrachtet, mag man es als dummen Streich werten, wenn jemand ohne Anlass den Schaum aus Feuerlöschern in einem Raum verteilt. Wer aber schon einmal damit zu tun hatte, besagten Raum wieder zu reinigen, wird anderer Meinung sein: Der Aufwand ist erheblich, die Mühen sind groß. Und der Schaden – gerade auch in finanzieller Hinsicht – ist nicht unerheblich.
Vergangenen Samstag, 28. März, haben sich bislang unbekannte Täter zwischen 14 und 17 Uhr Zugang zur Sportlerhalle im Turnerweg verschafft. Dort haben sie drei Feuerlöscher aus ihrer Verankerung gerissen und den kompletten Löschschaum aus den Geräten in der Herrenumkleide verteilt. Danach sind sie unerkannt geflüchtet. Wie hoch der entstandene Schaden ist, sagt die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung nicht. Auch andere Details werden nicht öffentlich gemacht –
aus ermittlungstaktischen Gründen.
Unklar ist derzeit, wie die Täter überhaupt in die Halle gelangen konnten. „Unbekannte Täter haben sich auf noch ungeklärte Weise Zugang verschafft“, heißt es seitens der Polizei. Klar ist: Zur Sport und Festhalle gehört das Restaurant Hirschgraben. Für deren Öffnungszeiten sind jedoch die Regelungen, wer wann in die Halle darf einprogrammiert. „Die Festhalle und die Küche werden nur bei entsprechenden Belegungen geöffnet“, erklärt Thomas Krämer, der Sprecher der Stadtverwaltung Leinfelden-Echterdingen. Die Stadt ist zuständig für die Halle.

Für Sportler ein gefragter Ort: Die Sporthalle Musberg.
Foto: Philipp Braitinger Nutzer der Halle sind darüberhinaus viele Vereine. Thomas Krämer: „Die Dauernutzer haben Transponder und sind autark, was die Kabinennutzung angeht.“ Und die Halle ist ganz offensichtlich gut nachgefragt. „Unter der Woche sieht der Belegungsplan eine tägliche Belegung von morgens bis abends vor, hauptsächlich durch Schulen, Vereine und Kindertagesstätten“, erklärt Krämer. „Und an den Wochenenden ist in der Regel Turnierbetrieb, etwa von Fußball, Tischtennis oder Ringen.“ Das Fazit des Stadtsprechers: „Es sind nur wenige Tage, an denen die Halle nicht belegt ist.“
Und wie war es am vergangenen Samstag? „Da war erst um 18 Uhr eine Belegung in der Sporthalle, daher war in dieser Hinsicht kein Betrieb“, informiert Krämer. Das Restaurant habe natürlich schon geöffnet gehabt zu dieser Zeit – wie an allen anderen Samstagen auch.
Der zuständige Hausmeister sei tagsüber vor Ort, abends und an Wochenenden jedoch nur, wenn es notwendig sei, informiert der Sprecher der Kommune. „Das ist bei normalem Betrieb meist nicht der Fall und auch nicht notwendig, nur bei Veranstaltungen oder bei technischen Notfällen“.
Bleibt die Frage, wie die Vandalen in die Halle gelangt sind. Auf legalem Weg, oder aber auf illegalem.