Auch in dieser Saison wieder engagiert dabei: Noel Pollak (rechts im blauen Judo-Anzug) ist fester Teil der Mannschaft des VfL Sindelfingen. Foto: Vilz
Seit einigen Jahren sind die männlichen Judoka des VfL Sindelfingen nicht mehr in der obersten Klasse, sondern in der 2. Bundesliga zu finden. Das schmälert nicht das Selbstbewusstsein.
Wilfried Vilz
11.03.2026 - 11:37 Uhr
Auf ein Neues in der 2. Judo-Bundesliga Süd für die Männer des VfL Sindelfingen. Am Samstag um 17 Uhr startet in ihrem Dojo im Sindelfinger Glaspalast die neue Saison, Auftaktgegner ist der JC Heubach.
Trainer Simon Kristen hat sich vor allem eines vorgenommen, nämlich direkt ein starkes Zeichen zu setzen. Dass seine Schützlinge seit einigen Jahren nicht mehr in der 1. Bundesliga vertreten sind, beeinträchtigt ihr Selbstbewusstsein und die Mannschaftsleitung nicht.
VfL Sindelfingen will in der 2. Judo-Bundesliga tonangebend sein
Der Coach hatte schon vor zwei Jahren festgestellt: „Unsere Kragenweite ist aktuell die 2. Bundesliga, in der wir – hauptsächlich mit unseren Eigengewächsen – tonangebend sein sollten und auch werden.“
Bei eben jenen Eigengewächsen ist derzeit besonders Aristoteles Raidos hervorzuheben. Der Leichtgewichtler hat in diesem Jahr bereits den deutschen Vizemeistertitel sowohl in der U18 als auch in der U21 erkämpft. Insgesamt sechs Leichtgewichtler hat der VfL auf seiner Mannschaftsliste stehen. Das ist umso bemerkenswerter, als gerade die Besetzung dieser Gewichtsklasse in manchen Vereinen schwierig ist.
Den Saisonauftakt bestreiten die Judo-Männer des VfL Sindelfingen in ihrem Dojo im Glaspalast Foto: Archiv
Ganz ohne Fremdkämpfer geht es auch beim VfL Sindelfingen nicht
Ganz ohne Fremdkämpfer geht es allerdings auch in Sindelfingen nicht. So wird in der Klasse bis 73 Kilogramm wieder der Ungar Botond Szeredas mit von der Partie sein. Er war in den vergangenen Jahren ein zuverlässiger Punktelieferant. Bis 100 Kilogramm steht der Ukrainer Sviatoslav Kolomiichuk auf der Liste. Und über 100 Kilogramm ist mit Daiki Katayama auch ein Japaner dabei.
Die Verantwortlichen sind sich vor dem ersten Duell in dieser Zweitliga-Saison in einer Sache einig: „Unser Team wird spannende Kämpfe liefern, und wir hoffen auf rege Unterstützung durch Zuschauer.
Judo-Frauen des VfL Sindelfingen legen Ende März in der 1. Bundesliga los
Für die Judo-Frauen gibt es keine 2. Bundesliga, sondern nur eine 1. Bundesliga. In dieser tritt der VfL Sindelfingen in der Südost-Gruppe an. Startschuss ist jedoch erst am 28. März bei der TSG Backnang. An den insgesamt fünf Kampftagen – darunter zwei auf heimischer Matte – will die Truppe erneut oben mitmischen. Ziel ist das Erreichen der DM-Finalrunde.