Knapp 6000 Kinder und Jugendliche aus 24 Stuttgarter Schulen sind für den guten Zweck ins Schwitzen gekommen. Einer machte besonders viele Kilometer beim 24-Tage-Lauf.
So viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie haben beim dezentralen 24-Tage-Lauf für Kinderrechte, organisiert vom Sportkreis Stuttgart und der Stuttgarter Kinderstiftung, mitgemacht. Laut Veranstalter hatten sich 153 Teams mit knapp 2000 Läuferinnen und Läufern angemeldet. Insgesamt liefen sie knapp 178 000 Kilometer.
Bei einer so genannten Schul-Challenge waren außerdem erstmals zusätzlich Stuttgarter Schulen angetreten, um Spenden für Kinderprojekte in der Stadt zu sammeln. Rund 5800 Schülerinnen und Schüler aus 24 Schulen waren laut Veranstalterangaben mitgelaufen. Im Sportunterricht, in der Pause, während der Betreuungszeit oder im Rahmen eines Aktionstages hatten sie insgesamt knapp 28 000 Kilometer erlaufen.
Die Spendensumme, die insgesamt zusammen kam, wird erst nach allen Rückmeldungen der Teams und Sponsoren feststehen. Silke Schmidt-Dencker, Geschäftsführerin der Stuttgarter Kinderstiftung, geht von rund 40 000 Euro aus.
Läufer suchen sich Sponsoren
Die Aktion funktioniert so: Um Spenden zu generieren, sucht sich jedes Team einen oder mehrere Sponsoren. Sie vereinbaren zum Beispiel einen Euro pro gelaufenem Kilometer oder einen festen Beitrag. Die Organisation des Laufes wird über verschiedene Sponsoren finanziert. Damit können die Veranstalter auf Startgelder verzichten und die Läuferinnen und Läufer ihr Startgeld spenden.
Die Siegerehrung für alle Teams fand im Zuge des Kinder- und Familienfestes Stuttgart auf dem Schlossplatz statt. Unter anderem wurde das Team mit den meisten Kindern (158; Schwabschule) sowie mit der besten durchschnittlichen Laufleistung (1472 km; Ott LKW Service GmbH) ausgezeichnet. Einen Preis bekam auch Robert Millahn, der das Kind mit der längsten Laufleistung war. Er schaffte in 24 Tagen 519 Kilometer, also rund 22 Kilometer täglich.
Den 24-Tage-Lauf gibt es seit 2006
In welche Stuttgarter Projekte für Kinder und Jugendliche Erlöse fließen entscheidet eine Jury. Sie besteht aus Stuttgarter Jugendlichen und Vertretern der Veranstalter und Sponsoren. 28 Projekte – unter anderem von sozialen Einrichtungen, Schulen oder der Mobilen Jugendarbeit – hatten sich beworben, die ausgewählten 13 bekommen maximal 5000 Euro. Der Stuttgarter Kinderrechtelauf findet seit 2006 jährlich statt und konnte in dieser Zeit bereits knapp 400 000 Euro an Stuttgarter Einrichtungen ausschütten. Er gehört zu den größten Läufen für Kinderrechte in Deutschland.