Viel Unterstützung gab es im Bottwartal für die Startenden beim mz3athlon und jede Menge Freude nach dem Zieleinlauf. Foto: Andreas Essig
Sven Schauerhammer verläuft sich und wird Fünfter. Alex Wörz (1:07:02/Team Silla Hopp) gewinnt, bei den Frauen ist Sophia Salzwedel (1:13:26/SV Ludwigsburg) die Schnellste.
Melanie Bürkle
17.05.2026 - 20:31 Uhr
„Rechte Spur, vorne links“, ruft Peter Veigel beim 26. mz3athlon in Steinheim und deutet auf den schmalen Weg zwischen den Pylonen und der grünen Hecke. „Erst an der roten Linie aufsteigen“, erinnert Marion Kowalski die nächsten Triathletinnen und Triathleten. „Danke!“, ruft Leon, während Simone ihr Fahrrad schweigend an ihm vorbeischiebt. „Wo ist links?!“, fragt Michaela verzweifelt und blickt auf ihr Rad.
Die Wechselzone, in der nach dem Schwimmen aufs Fahrrad und nach der Radrunde auf die Laufstrecke gewechselt wird, war beim mz3athlon erneut eine neuralgische Stelle. Nicht nur, wegen der Wechsel, sondern auch, weil die Sportlerinnen und Sportler durch ein schmales Tor in verschiedene Richtungen gelotst werden mussten.
Peter Veigel und Marion Kowalski helfen in neuralgischer Wechselzone
Marion Kowalski und Peter Veigel übernahmen diese Aufgabe nicht zum ersten Mal. Die beiden sind ein eingespieltes Team und haben in den vergangenen Jahren einiges erlebt – vor allem dann, wenn der Triathlon fortgeschritten ist und sich Radfahrer sowie Läufer dicht an dicht über die Strecke bewegen. Dann ist höchste Aufmerksamkeit gefragt.
Und das nicht nur für ein oder zwei Stunden: Rund sieben Stunden stehen Kowalski und Veigel an ihrem Posten. Gerade droht ein Radfahrer falsch abzubiegen. „Liiinks!“, brüllte Veigel ihm hinterher. „Manche sind total im Tunnel“, sagt er. „Jeder will den schnellsten und kürzesten Weg nehmen.“
Vor allem die Triathon-Neulinge hatten nur ein Ziel : Durchkommen. Foto: Andreas Essig
Währenddessen verlief sich tatsächlich Vorjahressieger Sven Schauerhammer nach dem Wechsel von der 20km-Radstrecke auf die 5,1 km - Laufstrecke. Gleich zweimal bog er falsch ab, bevor er schließlich auf die richtige Strecke fand. Zwar lief er als Erster in den Zielbereich ein, in der Schlusswertung rutschte er jedoch auf Rang fünf ab. Dennoch zeigte sich der Favorit zufrieden. Schuld an seiner Zeit sei weniger das Verlaufen gewesen, sondern unter anderem eine Operation. Erst vor wenigen Wochen sei er am Schlüsselbein operiert worden. „Ich bin daher extrem vorsichtig Fahrrad gefahren“, erklärte Schauerhammer. Hinzu komme, dass aktuell andere Dinge im Vordergrund stünden: „Bei mir liegt der Fokus derzeit auf dem Nachwuchs“, sagte der Vater einer zehn Monate alten Tochter. Tagesschnellster wurde in diesem Jahr Alex Wörz vom Team Silla Hopp vor Maximilian Kracher (711 Endurance) und Götz Lengning (Die Cousis).
Seriensiegerin Martina Höllige zufrieden mit Platz drei
Bei den Frauen gelang es Sophia Salzwedel vom SV Ludwigsburg 08 nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Lange Zeit durfte sich allerdings die bereits dreimalige mz3athlon-Siegerin Martina Höllige vom SV Bietigheim ein wenig Hoffnung auf den Sieg machen. „Ich bin super zufrieden. Wenn ich auf dem Treppchen bleibe, ist es perfekt“, sagte Höllige und lobte die Organisation und das gesamte Umfeld der Veranstaltung.
Auch Finn Todt zeigte sich begeistert. „Es ist toll“, sagte der Triathlon-Neuling. Seine Familie habe ihn angemeldet und zum Start gedrängt. Nach seinem ersten Versuch scheint er Gefallen daran gefunden zu haben. „Vielleicht mache ich das noch einmal“, sagte Todt erschöpft und ergänzte: „Ich bin ins Ziel gekommen – das war alles, was ich wollte.“
Der Weg ist für die Neulinge das Ziel
Während sich im Zielbereich immer mehr Zuschauer und Sportler versammelten, wiesen Kowalski und Veigel weiterhin unermüdlich die Teilnehmenden auf der Strecke ein. „Rechte Spur, vorne links“, hallte Veigels Stimme noch lange über das Gelände – bis schließlich auch die letzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach insgesamt 25,65 Kilometer das Ziel im Riedstadion erreicht hatten.