49. Waldmeisterlauf in Leonberg Der Waldmeisterlauf läuft rund
Mit Teilnehmerzahlen wie in der Vor-Corona-Zeit ist der diesjährige Waldmeisterlauf ein voller Erfolg gewesen.
Mit Teilnehmerzahlen wie in der Vor-Corona-Zeit ist der diesjährige Waldmeisterlauf ein voller Erfolg gewesen.
Es läuft bei der Sportvereinigung Warmbronn. Was wie eine Floskel für erfolgreiche Vereinsarbeit klingt, war am vergangenen Samstag wörtlich zu nehmen. Über 1300 Menschen waren zum diesjährigen Waldmeisterlaufes angereist, die Demografie der Teilnehmer erstreckte sich von vier bis 77 Jahren. Für jeden war das Richtige dabei. Angefangen mit dem Lauf für die Kleinsten, der sich über 1,7 Kilometer erstreckte. Die Grundschulen aus Warmbronn, Gebersheim oder Höfingen schickten ihre Teilnehmer an den Start, sogar aus Mönsheim kam die Appenberggrundschule mit einer großen Delegation.
Für die älteren Teilnehmer hatte die Veranstaltung eine Menge Auswahl zu bieten. Von einsteigerfreundlichen 5,5 Kilometer über die 8,5 Kilometer Walking und den klassischen Waldmeisterlauf mit seinen 10 Kilometern ging es bis zum herausfordernden Halbmarathon über 21,1 Kilometer. Große Gruppen waren von nah und fern angereist, wie etwa das Team AllesKopfsache aus Mönsheim oder der Plaza Sportsclub, aber auch in traditionell großer Zahl das Seehaus Leonberg. Ab 18.30 Uhr trafen die ersten Athleten im Ziel ein, jeder verarbeitete den Zieleinlauf anders. An die Umzäunung lehnen, hinlegen, sich von Freunden und Familie beglückwünschen lassen oder an der Getränkestation Flüssigkeit auftanken, alles war dabei.
Die ganz großen Emotionen sollten anschließend in der anliegenden Staigwaldhalle ihren Platz finden. Eingeleitet von der Tanzgruppe aus dem Leonberger Jugendcafé „Siesta“ wurden die bestplatzierten Teilnehmer aller Läufe geehrt, für jede Laufdistanz sowohl die Gesamtwertung als auch die einzelnen Altersklassen.
Früh jubeln durfte Markus Fritzsche von der Spvgg Weil der Stadt. Der 39-Jährige siegte nämlich nicht nur in seiner Altersklasse, sondern auch in der Gesamtwertung über die Distanz von 5,5 Kilometer. Etwas mehr als 21 Minuten hatte er für die Strecke gebraucht, die er für die meisten Leute als machbar beschrieb. „Ich würde auf jeden Fall sagen, probieren, einfach mitmachen“ ermutigte der Gesamtsieger alle zukünftig Interessierten.
Gesamtsiegerin darf sich auch Angela Berlin nennen. Die 33-Jährige aus Remchingen hatte sich nach eigenen Angaben sehr spontan für den Halbmarathon angemeldet, am Ende stand sie ganz oben auf dem Treppchen. Nach über zehn absolvierten Halbmarathons war dieser ihr erster Sieg, wie sie verriet. Eine solche Strecke stellt natürlich eine hohe Belastung dar, die laut Berlin aber schaffbar sei. „Ich denke, jeder, der zehn oder zwölf Kilometer laufen kann, kann auch einen Halbmarathon laufen“, gab sie an. Mental hat sich die Siegerin einen Trick zurechtgelegt: „Ich sage mir immer, fünf Kilometer warmlaufen, zehn Kilometer Tempoläufe, dann sind es noch fünf Kilometer und den letzten Kilometer versuche ich dann mehr oder weniger zu sprinten“, erläuterte sie ihre Strategie, die ihr zum Erfolg verholfen hatte.
Ein Erfolg war der Tag auch für Alfred Thaler, der selbst zwar nicht mitgelaufen ist, aber als 1. Vorstand der Spvgg Warmbronn die Gesamtleitung der Veranstaltung innehatte. Den Waldmeisterlauf organisierte er mit seinem zwölfköpfigen Orga-Team zum neunten Mal als Hauptverantwortlicher, mittlerweile hat die Veranstaltung wieder Teilnehmerzahlen wie vor den Corona-Jahren erreicht. „Die Leute wollen immer mehr lange Strecken laufen“, erklärt Thaler.
Dafür fängt der Vorstand bereits im Dezember mit den Vorbereitungen an. Neben seinem Orga-Team und den über 200 ehrenamtlichen Helfern rund um die Veranstaltung lobt er auch die gute Zusammenarbeit mit dem Leonberger Amt für Kultur und Sport. Mit diesen Voraussetzungen sorgten das gute Wetter und eine Veranstaltung ohne medizinische Notfälle für einen Waldmeisterlauf, der den Vorstand zufrieden stimmt und die Vorfreude für das nächste Jahr weckt.
Dann feiert der Waldmeisterlauf in Warmbronn sein 50. Jubiläum und laut Thaler ist eine größere Veranstaltung am ersten Wochenende im Mai geplant. Für den Sonntag ist ein besonderes Highlight läuferischer Natur angedacht, konkret verraten wird jedoch noch nichts. Fest steht allerdings: In Warmbronn läuft es auch im nächsten Jahr.