75-jähriges Bestehen Verfassungsgericht gewährt exklusive Einblicke
Zu seinem Geburtstag lädt das Gericht 5000 Menschen zum Tag der offenen Tür. Veranstaltungen dieser Art sind in Karlsruhe nicht alltäglich.
Zu seinem Geburtstag lädt das Gericht 5000 Menschen zum Tag der offenen Tür. Veranstaltungen dieser Art sind in Karlsruhe nicht alltäglich.
Mit seinen 75 Jahren zählt das Bundesverfassungsgericht auch nicht mehr zu den Jüngsten – an seiner Bedeutung und Entscheidungsfreude hat das Gericht allerdings nichts verloren. Die acht Richterinnen und acht Richter sind in vielerlei Hinsicht prägend für das Geschehen in Deutschland, egal ob es um Klimapolitik geht, um Möglichkeiten der Opposition oder um die Rechte von Strafgefangenen.
Auch wenn die Gerichtsverhandlungen öffentlich sind und grundsätzlich von jedermann besucht werden können: von innen kennen die wenigsten den gläsernen Bau im Karlsruher Schlossbezirk. Quasi als Geburtstagsgeschenk öffnet das Gericht nun seine Pforten und lädt zum Tag der offenen Tür, am Samstag, dem 16. Mai zwischen 10 und 19 Uhr. Der Einlass ist auf 5000 Besucher begrenzt, ohne Ticket geht nichts. Diese gibt es online und gratis auf der Seite des Gerichts. Am Tag der Veranstaltung steht nur ein begrenztes Angebot an Eintrittskarten zur Verfügung.
Das Verfassungsgericht ist mit Veranstaltungen dieser Art eher zurückhaltend. Den letzten Tag der offenen Tür gab es vor fünf Jahren, zur Feier des 70. Geburtstages des Grundgesetzes. Wie damals wird es auch in diesem Mai möglich sein, das imposante Gerichtsgebäude zu besuchen und dabei vor und hinter die Kulissen zu schauen. Auf Podien gewähren Richterinnen und Richter in Interviews Einblicke in ihre Arbeitswelt. Nur eine echte Verhandlung gibt es an diesem Samstag nicht.