Die Reparatur des Engelbergtunnels bei Leonberg dauert bereits mehrere Wochen. Allerdings gibt es bislang keine Anzeichen auf ein schnelles Ende der Arbeiten. „Wir alle hoffen, in der Woche nach Ostern klarer zu sehen“, betont Wolfgang Grandjean, Leiter Unternehmenskommunikation der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest, in seiner Antwort auf eine Anfrage dieser Zeitung. Neues – oder gar einen Zeitplan – gebe es derzeit nicht zu vermelden.
Vor gut einem Monat, am 3. März, war auf der A 81 die Weströhre des Engelbergtunnels beim Brand eines Sattelzug-Aufliegers schwer beschädigt worden. Beton platzte von der Decke ab, wichtige Leitungen, Kabel und Schilder verschmorten. Bei dem Vorfall wurden zwei Personen verletzt. Knapp zwei Wochen dauerte im Anschluss die Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Autobahndreieck Leonberg. Seit 19. März ist wenigstens eine Spur wieder freigegeben.
Die Reparaturarbeiten laufen derweil weiter. Schon früh hatte Autobahn-Sprecher Grandjean darauf hingewiesen, dass es dafür ganz spezielle Ersatzteile brauche. So muss zum Beispiel auch die Beleuchtung ersetzt werden – derzeit ist sie ein reines Provisorium.
Der Engelbergtunnel wird seit vielen Jahren saniert. Grund dafür ist das Mineral Anhydrit, das von außen auf die Tunnelwände drückt – bei Kontakt mit Feuchtigkeit quillt es auf. Zur Stabilisierung wurde in der Weströhre eine 180 Meter lange Zwischendecke eingezogen. Sie nahm beim Brand vom 3. März glücklicherweise keinen Schaden. Eine ähnliche Zwischendecke wird derzeit auch in der Oströhre verbaut.
Engelbergtunnel: Wann die Weströhre wie gewohnt befahrbar ist, ist völlig offen
Der Verkehr durch die Oströhre in Richtung Heilbronn fließt derweil auf zwei Spuren wie gehabt. Wann die Weströhre wieder in den inzwischen „gewohnten“ Sanierungsmodus – zwei Spuren Richtung Dreieck Leonberg, eine Richtung Heilbronn – wechseln wird, ist offen.