Eingeschränkter Verkehr an A81-Brücke Nur noch eine Spur Richtung Böblingen – "Kein wiederkehrendes Problem"
Seit August ist die Behelfsbrücke über die A81 nahe dem Flugfeld in Betrieb. Nun ist zum zweiten Mal etwas daran kaputt.
Seit August ist die Behelfsbrücke über die A81 nahe dem Flugfeld in Betrieb. Nun ist zum zweiten Mal etwas daran kaputt.
Die Behelfsbrücke, die an der Wolfgang-Brumme-Allee in Böblingen und der Rudolf-Diesel-Straße in Sindelfingen über die Autobahn 81 führt, musste am Donnerstagabend kurzfristig gesperrt werden – zumindest teilweise. Der rechte der beiden Fahrstreifen in Richtung Böblingen kann nicht mehr genutzt werden, auf dem Rest der Brücke ist die erlaubte Geschwindigkeit reduziert worden. „Bis auf Weiteres“, sagt die Sprecherin der Projektverantwortlichen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Brücke, die seit Anfang August in Betrieb ist, Probleme bereitet.
Die Nachricht kam um kurz nach 18 Uhr am Donnerstag: Kurzfristige Sperrung eines Fahrstreifens. Grund für die Sperrung sind Schäden am Straßenbelag. Genauer gesagt, geht es um eine fünf Millimeter dicke Schicht auf der Behelfsbrücke, die die Oberfläche für Autoreifen griffig macht. „Die Beschichtung hat sich gelöst“, erklärt Pia Verheyen von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges). In welchem Umfang, sei ihr nicht bekannt. „Aber es ist merklich.“
Die Deges ist dafür verantwortlich, die A81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb auf sechs Fahrspuren zu verbreitern. Damit das auf der gesamten Länge von etwas mehr als sieben Kilometern gelingt, müssen etliche Brücken und Unterführungen abgerissen und neu gebaut werden. Eine davon ist eben die Brücke in der Nähe des Flugfelds, die Sindelfingen und Böblingen über die Rudolf-Diesel-Straße beziehungsweise die Wolfgang-Brumme-Allee verbindet. Sie war am Freitag, 8. August, abgebrochen worden. „Die neue Brücke über die A81 soll im Frühsommer 2026 fertig sein“, sagt Verheyen.
Die Behelfsbrücke war bereits kurz nach ihrer Inbetriebnahme Anfang August wieder gesperrt worden. Steht sie also unter einem schlechten Stern? Sicher ist, dass das jetzige Problem ein anderes ist als im August. „Damals war es eine Abdeckklappe innerhalb der Konstruktion, die sich gelöst hatte“, erklärt Verheyen. „Es ist also kein wiederkehrendes Problem.“ Dieses Mal habe sich eben der Fahrbahnbelag gelöst. „Das ist einfach Zufall“, sagt die Deges-Sprecherin.
Aktuell gebe es Abstimmungen, wie das Problem mit der Behelfsbrücke möglichst schnell zu beheben. Wie lange die Fahrspur auf der Brücke gesperrt bleibt, könne die Sprecherin noch nicht sagen. Bis auf Weiteres jedenfalls soll die Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke gedrosselt werden. „Normalerweise gilt auf der Behelfsbrücke eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde, weil es ja innerorts ist. Jetzt wurde das runter auf 30 gesetzt“, sagt Verheyen. Für Fußgänger und Fahrradfahrende gibt es keine Einschränkungen.