A81 bei Böblingen/Sindelfingen Brücke abgerissen – Darauf müssen sich Autofahrer jetzt einstellen

Dort, wo sich im Bild die Bagger befinden, kommt wieder eine neue, deutlich längere Brücke hin. Foto: Eibner-Pressefoto/Max Vogel

Die alte Brücke über die A81 an der Wolfgang-Brumme-Allee in Böblingen ist Geschichte. Kaum ist sie weg, beginnt der Bau einer neuen Überquerung. Was das für Autofahrer bedeutet.

Böblingen: Anke Kumbier (ank)

Nach dem Abriss ist vor dem Neubau: Kaum haben Bagger die Brücke über die Autobahn an der Böblinger Wolfgang-Brumme-Allee in Tausende von Trümmerteilen zerlegt, beginnt der Bau einer neuen, deutlich längeren Brücke. Sie muss später in der Lage sein, die von vier auf sechs Fahrspuren erweiterte Autobahn zu überspannen.

 

Autofahrer können jedoch erst einmal durchatmen. Vom Neubau werden sie zunächst nur indirekt etwas mitbekommen. Die nächste Vollsperrung im Zusammenhang mit den Brückenarbeiten steht laut Deges-Sprecherin Pia Verheyen voraussichtlich erst im Frühjahr 2026 an. Die Deges, kurz für Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und -bau GmbH, plant und koordiniert den sechsspurigen Ausbau der A81 zwischen Böblingen und Sindelfingen.

Brücke aus 20 Stahlträgern

In einem ersten Schritt werden der Sprecherin zufolge die Gruben für die beiden Widerlager und den Mittelpfeiler ausgehoben. Dann folgt deren Bau. Da der Mittelpfeiler neben der aktuellen Fahrbahn stehen wird, ist dafür keine Vollsperrung notwendig. Die Widerlager, also der Unterbau, auf dem die Brücke rechts und links aufliegt, befinden sich ohnehin neben den Autobahnspuren.

Erst wenn im Frühjahr 2026 Stahlträger eingehoben werden, muss die Autobahn wieder voll gesperrt werden. Allerdings ist noch nicht klar, ob dafür ein ganzes Wochenende benötigt werden wird. „Ob eine nächtliche Vollsperrung ausreicht, wird derzeit geprüft“, teilt Verheyen mit.

Beim neuen Brückenbauwerk handelt es sich demnach um eine Stahlverbundbrücke. Für sie werden insgesamt 20 Stahlträger angeliefert und auf Widerlager und Mittelpfeiler aufgesetzt. Die Träger dienen zugleich als Schalung für den Beton des Überbaus, auf dem später die Fahrbahn aufliegt.

Vorbild steht am Smart-Turm

Wer ein Vorbild sucht, findet es etwa 450 Meter weiter östlich am Smart-Turm. Die neue Brücke, die an der Böblinger/Sindelfinger Straße über die Autobahn führt, wurde in der gleichen Bauweise errichtet. Dort hatte die Deges allerdings zunächst direkt neben der alten die neue Brücke gebaut und mit dem Abriss ersterer gewartet, bis letztere fertig war.

Andere Voraussetzungen fordern jedoch auch ein anderes Vorgehen. Bei der Überquerung an der Wolfgang-Brumme-Allee wird die neue Brücke an dieselbe Position gesetzt wie die alte. Bis sie – voraussichtlich im kommenden Sommer – fertig ist, dient daher eine Behelfsbrücke als Ersatz.

Ein exaktes Datum für die nächste Autobahnvollsperrung gibt es derzeit zwar noch nicht, trotzdem macht sich die Autobahnbaustelle natürlich auch in den kommenden Wochen und Monaten bemerkbar. Die Arbeiten an der Überdeckelung und den neuen Fahrbahnen laufen weiter und der Verkehr muss stellenweise – wie gewohnt – auf Behelfsfahrbahnen ausweichen.

Anschluss neuer Spur gegen Ende des Jahres

Außerdem ist bereits seit Juli bis voraussichtlich Sommer 2026 an der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost die Auffahrt Richtung Stuttgart geschlossen. Die Anschlussstelle im Sindelfinger Osten wird zu einem Halbanschluss zurückgebaut, die Anschlussstelle Böblingen-Ost dafür zum Vollanschluss aufgewertet.

Noch unklar ist, ob eine Spurverlegung, die gegen Ende des Jahres geplant ist, eine nächtliche Vollsperrung nötig macht oder nicht. Dann will die Deges die neue südliche Betonfahrbahn vom Tunnelportal bis kurz vor die Wolfgang-Brumme-Allee provisorisch an die Behelfsumfahrung im Überdeckelungsbereich anschließen. „Die erforderlichen Eingriffe in den Verkehr und die daraus resultierenden Verkehrseinschränkungen werden derzeit mit den Projektbeteiligten abgestimmt“, so Verheyen.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Ausbau A81 Video Sindelfingen Böblingen