In der Energiewende steigt die Zahl der Speicher. Wie wird man die Akkus – beispielsweise für Balkonkraftwerke – wieder los? Was die AWS Stuttgart sagt.
Die Kapazität der stationären Speicher hat sich laut dem Bundesverband Solarwirtschaft in den vergangenen vier Jahren verfünffacht. Oft werden die Akkus in Kombination mit einer Solaranlage gekauft; teils auch für Balkonkraftwerke und dann entsprechend kleiner. Geht der Akku kaputt, wie wird man ihn wieder los?
In diesem Bereich haben sich vor Kurzem ein paar Dinge geändert. Seit Anfang 2026 sammeln und entsorgen nur noch sogenannte Organisationen für Herstellerverantwortung größere Altbatterien. Wie unklar die Lage für den Endverbraucher sein kann, zeigte ein Fall aus Aichtal (Kreis Esslingen). Hier hatte ein Mann längere Zeit Probleme, seinen mit sechs Kilowattstunden recht kleinen Speicher regelkonform abzugeben.
Das sagt die Abfallwirtschaft Stuttgart
Auch die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) schätzt die Situation als unübersichtlich ein. „In der Praxis zeigt sich, dass die Rückgabewege für Privatpersonen derzeit nicht immer eindeutig oder niedrigschwellig ausgestaltet sind“, sagt Barbara Beck, eine AWS-Sprecherin. „Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf, um klare und sichere Lösungen für Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“
Ein Selbsttransport vor allem großer Akkus sei nicht vorgesehen, so Beck. Sie gelten als Gefahrgut. Man solle sich an den Hersteller wenden, an den Installateur oder an einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb.
Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg findet, das neue System der Batterie-Rückgabe habe sich noch nicht ausreichend eingespielt. „Wir vermissen hier entsprechende Aufklärung durch die Bundesregierung und ihre Oberbehörden.“ Vom Grundsatz her sei der Ansatz aber gut: „Die neue Verordnung sieht eine flächendeckende Sammelinfrastruktur vor, die Verbrauchern eine einfache und kostenlose Rückgabe von Batterien aller Art ermöglichen soll.“