Seit Ende April wird die ehemalige Sportarena an der Ecke König-/Schulstraße abgerissen. Die Signa Real Estate möchte an dieser Stelle im Sommer 2025 einen Neubau mit Platz für 2300 Quadratmeter Einzelhandel und 5000 Quadratmeter Bürofläche einweihen. Doch das Projekt „Zwei hoch fünf“ der zum Konzern des österreichischen Immobilienmoguls René Benko gehörenden Signa ist weiterhin umstritten. Architekturstudenten aus Stuttgart hatten schon vor Ort an der Königstraße 25 mit einem Sit-in unter dem Motto „Umbauwende statt gefährdete Arten“ gegen das Vorhaben demonstriert. Sie forderten „Neubau- oder Abrissmoratorien und das Bauen mit nachhaltigen Baustoffen“. Und auch Anrainer haben ihrem Ärger immer wieder öffentlich Luft gemacht. Unter anderem ist von einem „Flaschenhals“ während der mehrjährigen Bauzeit am Eingang von der König- zur Schulstraße die Rede und davon, dass durch die Bauarbeiten Beeinträchtigungen bei der Zugänglichkeit des Straßenraums entstehen. Die Geschäftsinhaber sehen dadurch eine Beeinträchtigung für ihre Betriebe. „Beschwerden zur Verkehrsführung in der Schulstraße liegen dem Amt für öffentliche Ordnung derzeit nicht vor“, heißt es allerdings bei der Stadt.
Im Oktober oder November möchte die Signa mit dem Neubau beginnen
Aber auch direkt auf der Königstraße nimmt die Baustelle mittlerweile einige Quadratmeter ein. Die Signa bekräftigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass man sich auch bei der Breite des Bauzauns an die Vorgaben der Landeshauptstadt gehalten habe. Sie betrage weniger als sieben Meter. „Der Fortschritt der Abrissarbeiten sowie die dann folgenden Bauarbeiten beinhalteten von Anfang an eine Ausdehnung der Baumaßnahme auf die Königstraße“, heißt es bei der Stadtverwaltung. „Die derzeitige Genehmigung umfasst den Zeitraum bis mindestens 21. Dezember 2023 und wird dann gemäß Baufortschritt verlängert.“
Der Zeitplan der Signa sieht vor, dass nach dem oberirdischen Rückbau im Oktober oder November die Arbeiten am neuen Rohbau beginnen sollen. Allerdings fehlt noch die Baugenehmigung der Stadtverwaltung. „Aufgrund von Nachforderungen von Fachämtern musste das Baurechtsamt die Bearbeitung aussetzen. Wann der Bauantrag abschließend bearbeitet werden kann, ist aus dem genannten Grund derzeit unklar“, bestätigt die Stadt.