Aktienvorschau Insiderhandel nach Präsidentenart
Vorschau auf die kommende Börsenwoche: Donald Trump profitiert an der Börse von seiner für Normalanleger unberechenbaren Politik – und spezielle Konzerne profitieren von ihm.
Vorschau auf die kommende Börsenwoche: Donald Trump profitiert an der Börse von seiner für Normalanleger unberechenbaren Politik – und spezielle Konzerne profitieren von ihm.
Ein US-Bürger, so scheint es, profitiert in jedem Fall von den Kursbewegungen, die von der erratischen Politik des Präsidenten ausgelöst werden: Donald Trump. Nach amtlichen Angaben hat er in diesem Jahr schon Tausende Wertpapiergeschäfte im Gesamtwert vieler Millionen US-Dollar getätigt.
Alles nicht neu, aber immer wieder beängstigend, wie skrupellos Politik und Finanzgebaren verquickt werden. Aktuell fällt auf, dass Trump auf seiner China-Reise viele Topmanager dabei hatte. Und Überraschung: Trump und seine Familie haben gerade bei diesen Unternehmen massiv investiert – bei Apple, Nvidia und Boeing zum Beispiel. Er definiert den Insiderhandel neu, auch wenn ihm illegales Handeln schwer nachzuweisen sein dürfte. Viele sind geneigt, dies alles als normal (für Trump) hinzunehmen, doch das wäre fatal.
Immerhin, jede Menge Anleger profitieren ganz legal. Da mag es noch so viele Unsicherheiten um den Iran-Krieg, um Taiwan oder (fast ein alter Hut) um die US-Zölle geben; da mögen Benzinpreise und Inflation noch so sehr steigen: An den US-Börsen geht es tendenziell nur nach oben. Erstmals hat der Index S&P 500 oberhalb der Marke von 7500 Punkten geschlossen, während der Nasdaq 100 schon an der 30 000-Punkte-Hürde kratzt. In beiden Fällen spiegeln sich vor allem die (übertrieben?) hohen Erwartungen an den Technologiebereich.
Und hierzulande? Hat der Dax zum Wochenschluss einen Dämpfer erhalten. Die Volatilität zeigt: Tagesaktuelle politische Hoffnungen und Enttäuschungen spiegeln sich in diesem Leitindex unmittelbar. Aber schnell zurück zu den US-Märkten und Nvidia: Höhepunkt dieser Börsenwoche dürfte die Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch sein; auf die Aussichten des Chipkonzerns dürfte die ganze Hightech-Branche schauen – vielleicht auch Donald Trump.