Alexander Zverev in Stuttgart Wovon sein Start auf dem Weissenhof wirklich abhängt
Alexander Zverev hat seine Teilnahme an den Boss Open in Stuttgart im Juni zugesagt – sicher ist der Start des deutschen Tennisstars noch nicht. Die Hintergründe.
Alexander Zverev hat seine Teilnahme an den Boss Open in Stuttgart im Juni zugesagt – sicher ist der Start des deutschen Tennisstars noch nicht. Die Hintergründe.
Wie so ein Star der Szene als Zugpferd die Massen elektrisieren kann, war im vergangenen Sommer auf dem Stuttgarter Weissenhof zu beobachten. Alexander Zverev gab sich die Ehre bei den Boss Open – wo dann selbst jede Trainingseinheit auf einem der Nebenplätze zu einem kleinen Ereignis wurde. Dicht gedrängt und in mehreren Reihen standen die Tennisfans am Rand, um einen Blick auf die Schläge des Weltranglistendritten zu erhaschen. Gut möglich ist es, dass es in diesem Jahr ähnliche Bilder geben wird.
Denn Zverev hat wieder zugesagt für das Rasenturnier auf dem Weissenhof, das vom 6. bis 14. Juni steigt. Turnierdirektor Edwin Weindorfer berichtete nun sogar von einem „Mehrjahresvertrag“, den man kürzlich mit dem 29-Jährigen abgeschlossen habe. Die Hoffnung, dass der Vorjahresfinalist in ein paar Wochen wieder auf dem Killesberg aufschlägt, ist also groß. Allein: sicher ist sein Start noch nicht.
Denn obwohl sich Zverev im vergangenen Jahr auch außerhalb der Anlage des TC Weissenhof wohlfühlte – an einem frühen Abend etwa ging es nach einem gewonnenen Spiel mit der damals vierjährigen Tochter Mayla mal in die Wilhelma – steht noch ein Fragezeichen hinter seiner Teilnahme in diesem Juni. So hatte Zverev seine Starts in Stuttgart in den vergangenen Jahren schon einige Male kurzfristig wieder abgesagt, unterschriebener Vertrag hin oder her.
Zuvorderst hatte dies meist mit den French Open in Paris zu tun, die unmittelbar vor dem Stuttgarter Rasenturnier enden. Die einfache Rechnung mit dem Blick auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres auf Sand und dem darauffolgenden Rasenturnier von Stuttgart geht immer so: Kommt Zverev weit in Paris, also ins Halbfinale oder Finale, sinken die Chancen auf den Start in Stuttgart, da dann eine Pause alles andere als ausgeschlossen ist.
Denn nach den French Open richtet sich der Fokus auf das nächste Grand-Slam-Turnier. Wimbledon geht am 29. Juni los, Zverev will da ausgeruht und fit an den Start gehen. Weshalb er nach einem möglichen Finaleinzug bei den French Open womöglich lieber mal eine Woche pausiert, als sofort wieder in Stuttgart zu spielen. Klar wiederum ist, dass der Hamburger in der Vorbereitung auf Wimbledon beim Rasenturnier in Halle/Westfalen, das eine Woche nach den Boss Open steigt, aufschlagen will.
In Stuttgart wiederum haben in Vorjahressieger Taylor Fritz (USA) und Ben Shelton (ebenfalls USA) zwei weitere Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste gemeldet. Insgesamt sind 14 Profis aus dem Kreis der besten 30 Spieler der Welt beim mit 768.220 Euro dotierten Turnier dabei – ebenso wie die Deutschen Yannick Hanfmann, Daniel Altmaier, Jan-Lennard Struff und Justin Engel.
Die Veranstalter um Edwin Weindorfer hoffen, die insgesamt 54 000 Zuschauer aus der Turnierwoche des Vorjahrs (1000 mehr als 2024) in diesem Jahr zumindest wiederholen oder sogar überbieten zu können.