Hat eine neue Aufgabe im Blick: Kim Renkema. Foto: Baumann/Alexander Keppler
Die frühere Sportdirektorin von Allianz MTV Stuttgart und Geschäftsführer Aurel Irion könnten sich schon bald wieder gegenübersitzen – dann auf unterschiedlichen Seiten des Schreibtisches.
Bisher hat sich Kim Renkema, die frühere Sportdirektorin des Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart, auf ihren Kanälen in den sozialen Medien zur gescheiterten Vertragsverlängerung und der vorzeitigen Trennung nicht geäußert. An diesem Montag beendete sie ihr Schweigen – mit einem Video. Darin spricht sie über die „unvergessliche Zeit“, die sie 14 Jahre lang als Spielerin und Sportchefin in Stuttgart erlebt habe. Und sie wendet sich an die Anhänger des Triple-Siegers. „Ihr Fans seid wie eine Familie für mich“, sagt Renkema (37), „ich nehme Euch in meinem Herzen mit.“
In dem Video bedankt sich die Niederländerin bei zahlreichen Personen, die mit ihr den Weg bei Allianz MTV Stuttgart gemeinsam gegangen sind. Und zuletzt wünscht sie Trainer Konstantin Bitter „viel Erfolg für die Zukunft“. Mit dem Coach, den Spielerinnen, den Verantwortlichen und den Zuschauern wird es am 1. März noch einmal ein Wiedersehen in der Scharrena geben. Dann soll Kim Renkema nach dem Bundesliga-Spiel gegen den SC Potsdam vom Verein offiziell verabschiedet werden. „Sie hat diesen würdigen Rahmen verdient“, sagt Geschäftsführer Aurel Irion. Kim Renkema, die nach Informationen unserer Zeitung länger überlegt hat, ob sie trotz der unschönen Umstände der Freistellung an einer solchen Zeremonie teilnehmen möchte, sagt: „Ich werde hingehen, weil ich mich freue, mich von den Fans verabschieden zu können. Ich will Stuttgart mit Anstand und Respekt verlassen.“
Pikante Zukunftsaussichten
Eine kleine Spitze hat sich Renkema in ihrem Video dann aber doch nicht verkneifen können – durch das Weglassen eines Namens. Geschäftsführer Irion, mit dem sie sieben Jahre lang eng zusammengearbeitet und den Verein zur Nummer eins in Deutschland gemacht hat, wird nicht erwähnt. Dass das Verhältnis der beiden ziemlich belastet ist, hat eine pikante Fußnote. Denn es ist gut möglich, dass sich Renkema und Irion schon bald wieder gegenübersitzen – dann jedoch auf unterschiedlichen Seiten des Tisches.
Gehen getrennte Wege: Kim Renkema und Aurel Irion. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Nach eigenen Angaben hat Kim Renkema bei ihrer Suche nach einem neuen Arbeitsplatz „drei realistische Optionen“. Eine davon ist nach Informationen unserer Zeitung die Volleyball-Bundesliga. Bei der VBL könnte sie Nachfolgerin von Julia Retzlaff werden und einen der beiden Geschäftsführer-Posten übernehmen. Zu ihren Aufgaben würde dann die Weiterentwicklung der Frauen-Bundesliga gehören – inklusive wichtiger Strategiegespräche mit Allianz MTV Stuttgart. „Wenn es so kommt, sehe ich darin kein Problem“, sagt Irion, „von meiner Seite aus würde es in dieser Konstellation auf jeden Fall die Basis zur Zusammenarbeit geben.“