Die Sanierung des Radwegs zwischen Altbach und Plochingen ist dringlich – und das seit mehr als sechs Jahren. Die Bürgermeister fordern das Land auf, endlich zu handeln.

Region: Andreas Pflüger (eas)

Es geht – so heißt es im Behördendeutsch – um die RadNETZ-BW-Maßnahmen ES_12.1 und ES_14.1: Das ist die Radweg-Verbindung zwischen Plochingen und Altbach entlang der Esslinger Straße und der L 1192. Diese ist dringend sanierungsbedürftig.

 

Darauf haben der Altbacher Bürgermeister Martin Funk und sein Plochinger Kollege Frank Buß das Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) hingewiesen – und zwar im April 2019. Nach jahrelangem Abwarten sind die beiden Rathauschefs jetzt abermals aktiv geworden – und haben ihre Forderung erneuert, den Radweg zwischen ihren Kommunen zeitgemäß auszubauen.

Kommunen pochen auf Sicherheit für Schüler

Bereits vor gut sechs Jahren haben Funk und Buß darauf aufmerksam gemacht, „dass angesichts der Bedeutung für den Radverkehr im Neckartal, diese Sanierung schon lange überfällig und eine vordringliche Umsetzung erforderlich ist“. Sie drängten auf die „zwingend notwendige Erneuerung des Belags und der sicherheitsrelevanten Furtmarkierungen an der Radstrecke“. Die Markierungen seien besonders für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler, die dort mit dem Rad fahren, wichtig.

In einem erneuten Schreiben haben die beiden Bürgermeister die Bedeutung dieser Sanierungsmaßnahme gegenüber der RP-Abteilung Straßenbauwesen und Verkehr jetzt nochmals betont und die umgehende Sanierung des Radwegs gefordert.

Schmale Reifen, breite Furchen: der Radweg zwischen Altbach und Plochingen ist nicht mehr verkehrssicher. Foto: Roberto Bulgrin

Gegenüber dem RP betonen die Kommunen erneut, dass der besagte Radweg „eine hohe Relevanz für den Fußgänger- und Radverkehr zwischen Altbach und Plochingen hat“. Neben der Bedeutung als Schulweg zum Schulzentrum Plochingen sei diese RadNETZ-BW-Hauptverbindung auch für den touristischen Neckartalradweg und als Pendlerstrecke von hoher Bedeutung.

Und weil seit dem ersten Vorstoß ja doch etwas Zeit ins Land gegangen ist und der Radverkehr im Laufe der Jahre insgesamt zugenommen hat, haben die beiden Bürgermeister gleich noch einen Vorschlag: „Neben der im Maßnahmenkataster zum RadNETZ-BW vorgesehenen Belagssanierung des Wegs an der Esslinger Straße ist für eine verkehrssichere Führung des Fuß- und Radverkehrs auch eine Verbreiterung der Wegeverbindung als Geh- und Radweg nach heutigen Standards anzustreben.“

Beleuchtung für Radweg bereits installiert

Funk und Buß fordern das Land Baden-Württemberg als Baulastträger nachdrücklich auf, „jetzt aktiv zu werden“. Diese Baumaßnahme hätte ja schon seit einigen Jahren umgesetzt sein sollen, fügen sie hinzu – und warten auf eine Rückmeldung, die bislang noch aussteht.

Zumindest eine positive Nachricht können sie dennoch vermelden. So hatte die Polizeidirektion Reutlingen in einer Stellungnahme die besagten Maßnahmen seinerzeit ebenfalls befürwortet und darüber hinaus auf die Notwendigkeit einer Beleuchtung beziehungsweise auf das Anbringen von reflektierenden Elementen außerorts hingewiesen. Immerhin: Aus der Beleuchtung ist inzwischen was geworden.