Die Stadt soll versuchen, den Besuch von Bundeswehrangehörigen in Esslinger Schulen zu verhindern, fordert die Gemeinderatsfraktion Linke/FÜR.
Mit dem markanten Slogan „Kein Werben fürs Sterben“ fordert die Fraktionsgemeinschaft Linke/FÜR im Esslinger Gemeinderat, die Stadt solle versuchen, die Bundeswehr aus den Esslinger Schulen raus zu halten. Wo dies nicht gelinge, sollten gemäß des „Beutelsbacher Konsens“ auch andere Positionen in gleichem Maße und durch externe Organisationen zeitgleich vertreten werden.
Fraktion im Esslinger Gemeinderat verweist auf Kriege in der Welt
Ihre Forderung begründen Linke und FÜR mit dem Hinweis, dass die Welt in den vergangenen Jahren nicht friedlicher geworden sei. „Wieder gibt es Krieg am östlichen Rand von „Schengen-Europa“ und auch im Nahen Osten nahmen die kriegerischen Konflikte nicht ab“, heißt es in dem Antrag, den die Fraktionsgemeinschaft gestellt hat. Weiter heißt es: „Als Stadtgesellschaft tun wir gut daran, diese Konflikte draußen zu halten und allen Ethnien hier eine Heimat und friedliche Koexistenz zu bieten.“
Esslinger Stadträte kritisieren Ausbau der Bundeswehr
Frieden sei mehr als die Abwesenheit von Krieg und der von Bundeskanzler Friedrich Merz propagierte Ausbau der Bundeswehr zur stärksten Armee Europas sei alles andere als ein Beitrag zu einer friedlicheren Welt, betont die Fraktion. Sie fordert: „Esslingen sagt Nein und versucht deshalb den Besuch von Bundeswehrangehörigen in Esslingen bestmöglich zu verhindern.“ Schließlich sei Bildung zu Frieden, Demokratie und Völkerverständigung das genaue Gegenteil vom „Werben fürs Sterben“ und einem Dienst an der Waffe. Dieser bedeute letztendlich nur Leid – und gewähre einer sehr begrenzten Anzahl von Menschen Profite. Daher sollten die Verantwortlichen in Esslingen im Sinne von Reinhard Mey sagen: „Meine Söhne kriegt ihr nicht!“