Die Euonymus-Gespinstmotte macht sich derzeit in Herrenberg breit. Die Raupen fressen die Blätter an Pfaffenhütchen. Bürger sind besorgt. Besteht eine Gefahr für die Umwelt?
Dichte weiße Gespinste an Sträuchern und kahlen Ästen sorgen derzeit an verschiedenen Stellen im Herrenberger Stadtgebiet für besorgte Gesichter. Viele Bürgerinnen und Bürger wenden sich deshalb an die Stadtverwaltung Herrenberg.
Diese gibt in einer Mitteilung nun Entwarnung. Die Ursache sei die sogenannte Euonymus-Gespinstmotte – ein für Menschen und Tiere völlig harmloser Nachtfalter. Die auffälligen Gespinste treten demnach derzeit vor allem an Pfaffenhütchen auf. Gleichzeitig gebe es auch an Traubenkirschen Nester von einem weiteren Falter. Die Raupen der Gespinstmotte umhüllen die betroffenen Sträucher mit feinen weißen Netzen und fressen die Blätter der Pflanzen.
Die befallenen Pflanzen nehmen keinen dauerhaften Schaden
Trotz des ungewohnten Erscheinungsbilds bestehe jedoch kein Grund zur Sorge, wie das Amt für Technik und Grün erklärt. Die Pflanzen treiben nach dem Fraß in der Regel wieder aus und nehmen keinen dauerhaften Schaden.
Die Gespinste seien Teil eines natürlichen Entwicklungszyklus der Raupen. Nach aktuellem Stand wird das Phänomen noch etwa zwei Wochen sichtbar sein, bevor sich die Tiere verpuppen und die Gespinste wieder verschwinden.
Bürger sollen Ruhe bewahren und nicht zur chemischen Keule greifen
Die Stadtverwaltung bittet deshalb darum, von eigenen Bekämpfungsmaßnahmen abzusehen. Chemische Mittel seien nicht erforderlich. Die Euonymus-Gespinstmotte trete in manchen Jahren verstärkt auf.
Für Menschen, Haustiere oder andere Pflanzen bestehe keine Gefahr. Auch die Gespinste selbst seien gesundheitlich unbedenklich.