Zuletzt bearbeitete der Betonfertiger die nördliche Fahrbahn auf Höhe des Breuningerlands, nun macht er auf der südlichen Fahrbahn Richtung Stuttgart weiter. Foto: Anke Kumbier
Eine gewaltige Maschine fertigt auf der A 81 zwischen Sindelfingen und Kreuz Stuttgart die Betonfahrbahn. Bald wird ein wichtiger Meilenstein erreicht. Wann rollen hier die Autos?
Eine Großmaschine ist derzeit auf der A 81-Baustelle zwischen Sindelfingen und Böblingen im Einsatz. Der Betonfertiger baut die neue Betonfahrbahn. Vergangene Woche betonierte er die nördliche Fahrbahn auf Höhe des Breuningerlands, nun macht er auf der südlichen Fahrbahn Richtung Stuttgart weiter. Damit er die Fahrbahn wechseln konnte, war die Autobahn in der Nacht auf Sonntag voll gesperrt worden.
In den nächsten Wochen arbeitet sich der Betonfertiger bis zum Ausbauende der A 81-Erweiterung kurz vor dem Kreuz Stuttgart voran. Deges-Projektleiter Johannes Kuhn geht davon aus, dass er bis Mitte Mai das Ausbauende erreicht. Die Deges, kurz für Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, plant und koordiniert den sechsspurigen Ausbau der A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen.
Bis Mitte Mai Ausbauende der A81-Baustelle erreicht
Erreicht der Betonfertiger Mitte Mai das Ausbauende, markiert das für das A 81-Projekt einen kleinen Meilenstein. Dann ist nämlich die komplette Fahrbahn Richtung Stuttgart zwischen dem östlichen Tunnelende und dem Ausbauende beim Kreuz Stuttgart betoniert. Bis Autos auf dem frisch betonierten Abschnitt fahren dürfen, dauert es aber noch.
Ab dieser Woche geht es auf der im Bild vorderen Fahrbahnseite weiter. Foto: Stefanie Schlecht
Der Beton muss circa 14 Tage aushärten und die Oberfläche bearbeitet werden. Das sogenannte Grinding soll die Fahrbahn griffiger und leiser machen. Danach müssen laut Kuhn noch Kabel verlegt, Markierungen angebracht und Schilder aufgestellt werden. Voraussichtlich zwischen Ende Juli und Mitte August ist es dann so weit, stellt der Projektleiter in Aussicht. Dann dürfen Autos nicht nur zwischen Tunnel und Böblingen-Ost, sondern bis kurz vor’s Kreuz Stuttgart auf der neuen Fahrbahn rollen.
Noch dieses Jahr durch den Tunnel an der A81-Baustelle
Die Deges setzt beim Ausbau der A 81 auf Beton, weil er laut Kuhn zwar teurer, aber dafür haltbarer und robuster als Asphalt ist. Lediglich die Autobahnbrücken werden asphaltiert. Die fast 30 Zentimeter dicke Betonschicht wäre für sie zu schwer, so Kuhn.
Zum ersten Mal war der Betonfertiger laut Kuhn im Herbst 2024 zwischen dem östlichen Tunnelende und der Anschlussstelle Böblingen-Ost im Einsatz. Ein weiteres Mal im Herbst 2025 westlich des Tunnels und nun im Frühjahr 2026. Und es geht zeitnah weiter: Noch in diesem Jahr soll er dem Projektleiter zufolge die nördliche Fahrbahn durch den Tunnel in Angriff nehmen und westlich des Tunnels weiterbauen.