Das Böblinger Freibad musste an diesem Mittwoch bereits um 12.30 Uhr schließen. Aufsichtspersonal war krankheitsbedingt ausgefallen. Auch in den nächsten Tagen könnte es eng werden.
Lange Gesichter bei den Gästen des Böblinger Freibads am Mittwochmittag. Das Bad wurde bereits um 12.30 Uhr geschlossen. „Grund hierfür sind krankheitsbedingte Ausfälle bei unseren Schwimmmeistern, die für die Sicherheit unserer Badegäste unverzichtbar sind“, begründen die Stadtwerke Böblingen die Entscheidung in einer Pressemitteilung.
Das Bad arbeite in zwei Schichten, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Insgesamt beschäftigen die Stadtwerke sieben eigene Vollzeit-Schwimmmeister und eine Teilzeitkraft. „Leider kam es zur Mittagsschicht neben urlaubsbedingten Abwesenheiten auch zu zusätzlichen krankheitsbedingten Ausfällen, sodass wir die sogenannte Verkehrssicherungspflicht nicht mehr erfüllen konnten“, erläutert Stadtwerke-Pressesprecherin Birte Engel.
Diese Pflicht umfasse den Schutz und die Sicherheit aller Badegäste und sei gesetzlich geregelt. „Für die Becken in unserem Freibad, die eine bestimmte Größe und Lage aufweisen, ist eine festgelegte Mindestanzahl an Schwimmmeistern vorgeschrieben, um einen sicheren Badebetrieb zu garantieren“, so Engel. Aufgrund der aktuellen Ausfälle sei es am Mittwochnachmittag nicht möglich gewesen, diese Vorgaben zu erfüllen.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den regulären Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen“, sagt Birte Engel. „Hierbei unterstützen uns die ehrenamtlichen Helfer der DLRG und der Bäderhilfe GmbH sowie unser Dienstleister, die Firma Poseidon.“ Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es auch in den kommenden Tagen zu weiteren Schließungen des Bades kommen könne.
Die Stadtwerke informieren über etwaige Einschränkungen über ihre Webseite unter www.stadtwerke-boeblingen.de und über ihre Social Media Kanäle.
Der Mangel an ausgebildetem Aufsichtspersonal ist seit einigen Jahren ein großes Problem für die Freibäder. Im vergangenen Jahr konnten zum Beispiel die Bäder in Holzgerlingen, Hildrizhausen oder Renningen deshalb nur eingeschränkt öffnen. In Sindelfingen wurde regelmäßig ein Becken gesperrt, da Personal fehlte. In Gärtringen hatte man sich entschieden, montags und dienstags gar nicht zu öffnen. In Böblingen musste das Freibad 2023 einige Male kurzfristig geschlossen werden, im vergangenen Jahr lief die Saison diesbezüglich einigermaßen rund – nicht zuletzt dank der Unterstützung von DLRG und externer Dienstleister.