Bahnhof in Bad Cannstatt Kaum Radabstellplätze am neuen Vorplatz – das sind die Gründe
Bei der Ausschreibung für die neue Fahrradgarage gab es Probleme. Im Sommer sollen jetzt die fehlenden Stellplätze installiert werden.
Bei der Ausschreibung für die neue Fahrradgarage gab es Probleme. Im Sommer sollen jetzt die fehlenden Stellplätze installiert werden.
Fast neun Millionen Euro hat sich die Stadt die Vorplatzumgestaltung am Bahnhof Bad Cannstatt kosten lassen. Rechtzeitig zur Fußball-EM 2024 wurde das Projekt fertig. Zumindest der wichtige Aufenthaltsbereich vor dem Haupteingang mit Kiosk, einheitlichem Belag, einem neuen Standort für die Skulptur sowie schöneren Beeten für die Bäume. Selbst für einen Trinkbrunnen fand sich noch ein Plätzchen.
Doch die vielen Pendler, die mit dem Rad zum Bahnhof fahren, um von dort mit der S-Bahn weiter zur Arbeit zu fahren, sind mit dem neuen Bahnhofsvorplatz nicht zufrieden. Mit gut 60 Plätzen gibt es zwar am Hintereingang an der Kegelenstraße reichlich Möglichkeiten zum Abstellen. Aber vor dem Haupteingang sind Fahrradbügel Mangelware. Jeweils eine Handvoll beim Nebeneingang sowie in der Bahnhofstraße und im Bereich des Taxistands, das war’s. Auch von der fest eingeplanten Fahrradgarage ist weit und breit nichts zu sehen. Der Grund: Nach der Ausschreibung gab es ein bauliches Problem.
Die Ausschreibung von Fahrradgaragen umfasste auch die für den Bahnhofsvorplatz. Sie war zwar erfolgreich und ein Anbieter erhielt den Zuschlag, allerdings waren die Vorarbeiten – in diesem Fall die Gründung und der Stromanschluss beim Bahnhofsvorplatz – schon erledigt und haben nicht mehr zu dem System des Anbieters gepasst. „Daher wurden die Fahrradgaragen dieses Anbieters an anderen Stellen in der Stadt aufgestellt, unter anderem am Haus des Sports“, sagt Frederike Myhsok von der städtischen Pressestelle.
Die geplante Radgarage auf dem Bahnhofsvorplatz musste dagegen erneut ausgeschrieben werden. „Sie soll jetzt in diesen Sommer realisiert werden“, so Frederike Myhsok. Sie ist direkt auf der Rückseite des Imbissgebäudes vorgesehen und soll einmal Platz für 20 Fahrräder bieten. Gleichzeitig werden dann auch die noch fehlenden 45 Radbügel auf dem Bahnhofsplatz installiert.