Bahnverkehr in Stuttgart ICE-Sprinter Stuttgart–Berlin fährt weiter

Auch im zweiten Halbjahr 2026 gibt es eine Zugverbindung in unter fünf Stunden von Stuttgart nach Berlin. Das drohende Aus ist abgewendet. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die DB gibt Entwarnung: Der Ende 2025 gestartete und zwischenzeitlich vom Aus bedrohte ICE-Sprinter zwischen Stuttgart und Berlin bleibt auch im zweiten Halbjahr 2026 im Fahrplan.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Der erst im Dezember 2025 eingeführte ICE-Sprinter zwischen Stuttgart und Berlin kann auch im zweiten Halbjahr 2026 weiter verkehren. Das teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch auf Anfrage mit. Damit zeichnet sich eine Kehrtwende ab, nachdem die Verbindung wegen geplanter Bauarbeiten im Großraum Berlin zuletzt auf der Kippe gestanden hatte.

 

„Der ICE-Sprinter Stuttgart–Berlin kann auch im zweiten Halbjahr 2026 verkehren. Eine entsprechende Prüfung der Baukonzepte zwischen Berlin und Stuttgart ist positiv ausgefallen – die bisherige vorsorgliche Sperrung der Verbindung in der Fahrplanauskunft wird in Kürze aufgehoben“, erklärte eine Bahn-Sprecherin.

Bislang war unklar gewesen, ob die Verbindung angesichts zahlreicher Baustellen in und um Berlin aufrechterhalten werden kann. In der Fahrplanauskunft war der Sprinter für das zweite Halbjahr 2026 zwischenzeitlich bereits gesperrt worden. Das hatte bei Fahrgästen aus Stuttgart und der Region, die bereits Tickets für die Züge im fraglichen Zeitraum gebucht hatten, für erhebliche Irritationen gesorgt.

ICE-Sprinter: Nopper kritisierte Bevorzugung von München

Die schnelle Direktverbindung gilt insbesondere für die Landeshauptstadt als prestigeträchtig. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hatte ein mögliches Aus zuletzt scharf kritisiert und der Bahn vorgeworfen, München bei Fernverkehrsverbindungen zu bevorzugen. Die Sprinterverbindungen zwischen der bayrischen Landes- und der Bundeshauptstadt waren anders als die Züge von und nach Stuttgart nicht zur Disposition gestanden.

Die Einführung der schnellen Verbindung, die Stuttgart mit Berlin in unter fünf Stunden Fahrzeit verbindet, war in der Region nicht überall einhellig begrüßt worden. Die Sprinter nehmen den Weg über Nürnberg und nicht wie regulären ICE über Frankfurt/Main. Ihr Weg führt daher auch durch den Rems-Murr-Kreis, wo sie allerdings nicht halten. Im betroffenen Kreis ging die Befürchtung um, der ICE würde zu einer Ausdünnung der Regionalzugverbindungen führen.

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