Basketball Bezirkspokal Der Pokalsieg als Trostpreis für den TSV Malmsheim

So sehen Sieger aus: die Malmsheimer Basketballer präsentieren stolz ihren Pokal. Foto: Flemming Nave

Nach harten Wochen steht am Ende der Saison doch noch ein versöhnliches Ende für die Basketballer aus Malmsheim. Zwei emotional bedeutende Siege ebnen den Weg zum Titel.

Leonberg: Flemming Nave (nave)

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Dieser Satz wird oft John Lennon zugeschrieben, er stammt jedoch vom brasilianischen Autor Fernando Sabino. So oder so, für die Basketballer des TSV Malmsheim beschreibt dieses Zitat die abgelaufene Saison sehr passend. Nach Platz zwei in der Landesliga, dem Aus im BBW-Pokal sowie dem schmerzhaften Scheitern in der Relegation zur Oberliga fand die Saison mit dem Gewinn des Bezirkspokals doch noch einen versöhnlichen Abschluss, Malmsheim schlug im Finale den TV Nellingen mit 78:72 .

 

Im Halbfinale hatten die Malmsheimer den Lokalrivalen SV Leonberg/Eltingen mit 84:72 ausgeschaltet. Malmsheim war in der Anfangsphase dominanter im Spielaufbau, der SV setzte mit schnellen Gegenstößen Akzente. Kurz vor der Pause sorgte eine Serie erfolgreicher Dreierwürfe für Furore und einen Halbzeitstand von 40:37 für den TSV. Das SV-Team blieb aus der Distanz gefährlicher, nichtsdestotrotz gewannen die Malmsheimer gegen Spielende mehr und mehr die Oberhand, im Schlussviertel baute besonders Ibrahim Grönebaum die Führung weiter aus. Die Spieldynamik erhitzte auch die Gemüter auf dem Platz, der Derbycharakter wurde gegen Ende spürbarer.

Nach zwei Pleiten in der Liga gelingt die Revanche gegen den TV Nellingen

Tags darauf stand den Malmsheimern der TV Nellingen gegenüber. Der Gastgeber und Landesligameister hatte den TSV in der Saison zweimal empfindlich geschlagen und ging durchaus favorisiert in das Duell. TSV-Trainer Manuel Martinez meinte: „Sie haben wahrscheinlich mehr mit unserem Sieg gerechnet als wir.“ Er betonte, nach dem Halbfinale am Samstag sei die Mannschaft am Sonntag nicht erneut angereist, um zu verlieren, der Coach sah einen der stärksten Auftritte seines Teams in der Spielzeit.

Nach der finalen Sirene folgen die Freudensprünge bei den Basketballern, Trainer Manuel Martinez (li.) ist die Freude anzusehen. Foto: Flemming Nave

Vor allem defensiv hielten die Malmsheimer den TV stark in Schach, nachdem Nellingen im jüngsten Liga-Duell im ersten Viertel 30 Punkte einfuhr, gelangen dem Finalgegner in keinem Viertel mehr als 21 Punkte. Aus der Distanz blieben die Malmsheimer erneut verwundbar, hatten Glück, dass dem Gegner dieses gegen Ende abging. Nach einem 41:41 zur Halbzeit starteten die Malmsheimer furios in das dritte Viertel und legten mit einem 22:16 den entscheidenden Grundstein für den Titel. Dursun Can, der zweimal mit der Schlusssirene für den TSV punktete, erlebte nach dem Spiel „das beste Gefühl meiner Karriere“ und hob besonders die eigene Defensive hervor. Eine besondere Genugtuung war auch der erste Erfolg gegen den Dauerkonkurrenten.

Auch die Malmsheimer Frauen holen einen Pokal

Martinez sagte: „Es ist kein Aufstieg, aber ein Trostpreis“. Can kündigte eine große Feierlichkeit mit der zweiten Damen-Mannschaft des TSV an, die mit einem 65:44 gegen ESV Rot-Weiß Stuttgart einen weiteren Pokal nach Malmsheim holte. Am Ende ist also alles gut beim TSV Malmsheim.

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