Basketball deutsche Meisterschaft MTV Stuttgart stolz auf Platz vier – Alba Berlin schnappt sich den Titel

Tanem Alkan (links) und der MTV Stuttgart verloren zwar das Spiel um Platz drei, überzeugten aber dennoch. Foto: Günter Bergmann

Die U-16-Basketballerinnen des MTV Stuttgart waren Ausrichter der nationalen Titelkämpfe und haben großen Clubs der Republik ordentlich Paroli geboten.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Unmittelbar nach dem mit 66:70 verlorenen Spiel um Platz drei gegen den TSV Jahn München hingen die Köpfe bei den U-16-Spielerinnen des MTV Stuttgart gewaltig, war die Enttäuschung riesig, ohne Medaille das Finalturnier beendet zu haben. Doch mit etwas emotionalem Abstand überwog der Stolz. „Die Mädels haben es geschafft, den MTV Stuttgart auf die deutsche Basketball-Landkarte zu bringen und Clubs mit deutlich mehr Möglichkeiten eindrucksvoll Paroli zu bieten“, sagt der MTV-Teammanager Enrico Laue, der zudem von einer „tollen, viertägigen Veranstaltung“ spricht. Die West-Stuttgarter waren Ausrichter der Endrunde um die deutsche U-16-Meisterschaft, bewiesen dabei organisatorisches Geschick, denn die Partien der insgesamt acht Teams fanden in drei unterschiedlichen Hallen statt. „Ein Dank an die Eltern, die sich super eingebracht haben“, sagt Laue.

 
Großer Jubel beim neuen deutschen Meister Alba Berlin. Foto: Günter Bergmann

Das Finale daheim hätten die Stuttgarterinnen gerne erreicht. Doch daraus wurde nichts, weil sie im dritten und entscheidenden Spiel um den Endspiel-Einzug mit 66:74 an Alba Berlin scheiterten. Mit etwas Glück hätte es aber auch zum Favoritensturz reichen können. Drei Minuten vor Schluss hatten die Gastgeberinnen per Korbleger die Möglichkeit, mit einem Punkt in Führung zu gehen. Der Versuch wurde aber vergeben. Dies rächte sich. Im Gegenzug setzen die Berlinerinnen einen Drei-Punkte-Wurf durchs Netz und schafften somit den entscheidenden Vorsprung – den sie sich nicht mehr nehmen ließen und das Ticket fürs Finale lösten. In diesem besiegte der Hauptstadtverein die Wolves der TSG Bruchsal mit 48:46 und wurde deutscher Meister.

Was möglich gewesen wäre für die MTV-Werferinnen, zeigt der Blick auf den direkten Vergleich mit dem Finalteilnehmer Bruchsal. „Im Liga-Betrieb haben wir sie zweimal besiegt, und auch bei der südwestdeutschen Meisterschaft, die wir gewonnen haben, waren wir gegen sie erfolgreich“, sagt Laue. Aber wie gesagt, der Teammanager schaut nicht bitter zurück, er ist vielmehr „völlig begeistert“ von den Leistungen der Seinen. „Sie haben alles reingehauen und durch mannschaftliche Geschlossenheit überzeugt.“ Jedoch: Ob des hohen Aufwands bei einem kleinen Kader schwanden die Kräfte, „was letztlich auch den Ausschlag für die Niederlage im kleinen Finale gegeben habe, erklärt Laue.

beste Werferin des MTV Stuttgart war Feryel Grosko

Im ersten Spiel des Turniers hatten die MTV-Akteurinnen die Wings aus Leverkusen förmlich überrollt, führten teilweise mit mehr als 20 Punkten und siegten am Ende souverän mit 98:81. Knapper ging es in Spiel zwei gegen die TG Würzburg zu – der MTV gewann mit 63:54. Insgesamt beste Werferin auf Gastgeberseite war Feryel Grosko mit 73 Punkten, gefolgt von Merjem Hodzic mit 67 und Selin Bandirma mit 52.

Außer Elena Kitsos und Marina Geljic rücken alle Akteurinnen nun ins U-18-Team auf und spielen dort in der Jugend-Bundesliga. „Nachschub“ kommt aus der U 14. Diese Spielerinnen haben auch schon beim jetzigen U-16-Team mittrainiert und waren zum Teil auch bei den Meisterschaften dabei.

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