Freiberg am Neckar bekommt im Herbst einen Jugendbeirat. Der kann Anträge stellen und hat ein Rede- und Anhörungsrecht. Damit sollen die Anliegen junger Menschen berücksichtigt werden.

Ludwigsburg : Anna-Sophie Kächele (ask)

Der Freiberger Gemeinderat hat vor der Sommerpause mit 18 Ja-Stimmen und einer Enthaltung für einen Jugendbeirat gestimmt. „Den braucht es, weil er einen Raum schafft, in dem die Anliegen und Wünsche junger Menschen in unserer Stadt gehört und gemeinsam Lösungen entwickelt werden, die darüber hinaus auch umgesetzt werden können“, sagt Yunus Türkmen, der im Gemeinderat für die Gründung eines Jugendbeirats geworben hatte. Bislang habe eine dauerhafte, strukturelle Beteiligungsmöglichkeit für junge Menschen in Freiberg am Neckar gefehlt.

 

Der Jugendbeirat gründet sich aus dem jährlich stattfindendenden Jugendhearing, das bislang von der Verwaltung und künftig vom Jugendbeirat selbst organisiert wird. Im Herbst wird der Jugendbeirat gewählt – bestehend aus fünf bis neun Ehrenamtlichen. Wahlberechtigt sind alle 14- bis 21-Jährigen, die in Freiberg am Neckar ihren Hauptwohnsitz haben oder Schüler einer Freiberger Schule sind.

Jugendbeirat hat Anhörungsrecht im Gemeinderat

Die Mitglieder wählen zudem einen Vorstand, der den Jugendbeirat nach außen vertritt und die Sitzungen leitet. Vorgeschrieben sind mindestens vier Sitzungen pro Jahr. Yunus Türkmen möchte außerdem Arbeitskreise bilden, die für einzelne Bereiche zuständig sind. „Mir ist es außerdem wichtig, mit relevanten Akteurinnen und Akteuren wie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie den Schulen in Kontakt zu bleiben“, sagt er.

Der Jugendbeirat hat im Gemeinderat ein Rede- und Anhörungsrecht bei jugendrelevanten Themen und erhält ein Antragsrecht. Er wird im regelmäßigen Austausch mit der Verwaltungsspitze sein und seine Ergebnisse einmal im Jahr im Gemeinderat vorstellen. Jährlich steht ihm ein Grundetat von 3000 Euro zur Verfügung.