Wie könnte man das Verkehrschaos in und um Leonberg nach der Sperrung der Engelbergtunnel-Weströhre abmildern? Viele hätten da eine Idee. Die wird jedoch nicht Realität werden.
Die Weströhre des Engelbergtunnels bei Leonberg wird nach dem folgenschweren Brand eines Sattelzug-Aufliegers noch mehrere Wochen gesperrt bleiben müssen. Das führt – und führte bereits – zu einem enormen Verkehrsaufkommen in der Leonberger Kernstadt sowie auf der Umleitungsstrecke durch die Teilorte Gebersheim und Höfingen. Bis nach Heimerdingen und weitere Strohgäugemeinden wirken sich die Einschränkungen aus.
Was aber, wenn es gelänge, in der nicht beschädigten Oströhre die Durchfahrt in beide Richtungen zu ermöglichen? Dort wird zwar derzeit noch gebaut, vielleicht könnten die Arbeiten in dieser Zeit aber pausieren? Zur Erklärung: Durch die vom Feuer betroffene Weströhre führten bis dato zwei Spuren der A 81 aus Richtung Heilbronn zum Autobahndreieck Leonberg sowie temporär eine Spur in die entgegengesetzte Richtung. In der Oströhre verlaufen während der andauernden Sanierung zwei Spuren in Richtung Heilbronn.
Wolfgang Grandjean, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Autobahn GmbH Südwest, erteilt derlei Überlegungen jedoch eine Absage. Richtig, in der Oströhre werde nach wie vor gebaut. „Und zwar an der Lüftung, was auch der Grund ist, aus dem der Verkehr dort nur in eine Richtung fließen darf“, so der Autobahn-Sprecher. Man werde allerdings versuchen, so schnell wie möglich die Rampe von Karlsruhe kommend in Richtung Oströhre – also Richtung Heilbronn – wieder zu öffnen.