Am frühen Mittwochmorgen geht der Dachstuhl eines Rohbaus in Gerlingen in Flammen auf. Es ist nicht der erste Brand in dem Gebäude.
Der Dachstuhl eines unbewohnten Rohbaus in der Christophstraße in Gerlingen ist am frühen Mittwochmorgen in Flammen aufgegangen. Bereits Ende Februar war es im gleichen Gebäude ebenfalls zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Laut der Polizei war im aktuellen Fall wohl ein technischer Defekt an einem Elektrogerät die Ursache des Feuers.
Wie ein Sprecher der Ludwigsburger Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion berichtete, wurden die Einsatzkräfte gegen 5.30 Uhr alarmiert. Laut dem Gerlinger Wehrkommandanten Dennis Blos hatte ein Gerlinger Feuerwehrmann auf dem Weg zu seiner Arbeit den Brand bemerkt und über Notruf die Kollegen der Feuerwehr alarmiert. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Dachstuhl des Gebäudes, das sich im Kreuzungsbereich der Christophstraße mit der Ditzinger Straße befindet, bereits lichterloh. Während der Löscharbeiten sperrte die Polizei die Ditzinger Straße zwischen dem Kreisverkehr Hauptstraße und dem Kreisverkehr Hofwiesenstraße. Absperrbänder grenzten die Einsatzstelle auch noch Stunden später ab – um Passanten vor möglichen herabfallenden Ziegeln zu schützen.
Gegen 6.45 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet
Die Feuerwehr meldete dann gegen 6.45 Uhr „Feuer aus“. Die Einsatzkräfte blieben allerdings noch einige Zeit für Nachlöscharbeiten vor Ort, sie waren auch noch gegen Mittag da, um ein erneutes Feuer auszuschließen, das sich unbemerkt durch Dämmwolle hätte ausbreiten können. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Den ersten Ermittlungen zufolge ist wohl ein technischer Defekt an einem Elektrogerät im Wohnhaus die Ursache für das Feuer. Durch den Brand entstand ein Schaden in Höhe von rund 300 000 Euro.
Der gleiche Dachstuhl hatte bereits am Abend des 23. Februars dieses Jahres gebrannt. Laut Polizei hatte damals vermutlich ein Funkenflug durch den Einsatz eines speziellen Brenners bei Arbeiten am Dach den Brand verursacht. Den damaligen Schaden schätzte die Polizei auf insgesamt 200 000 Euro.
Im Einsatz waren jetzt knapp 60 Feuerwehrleute aus Gerlingen, Ditzingen und Leonberg. Der hinzugezogene Rettungsdienst musste nicht aktiv werden.