Die Stimmen könnten im schlimmsten Fall ungültig sein: 8000 Wähler erhielten fehlerhafte Unterlagen für den Bürgerentscheid zur Stadtbücherei. Das müssen Betroffene beachten.
Am Sonntag, 8. März, ist in Esslingen Superwahltag: Neben den Stimmen für ihre Landtagskandidaten können die Bürgerinnen und Bürger auch ihr Votum für den künftigen Standort der Stadtbücherei abgeben. Doch wer hier per Briefwahl mitentscheiden will, muss etwas beachten: Die Stadt Esslingen hat am Freitagnachmittag einen Fehler in den Unterlagen gemeldet, die bereits an 8000 Wählerinnen und Wähler verschickt worden waren.
Betroffen sind den Angaben zufolge alle Personen, die bis zum 4. Februar 2026 für den Bürgerentscheid Briefwahl beantragt hatten. Und das ist der Fehler auf den gelben Wahlscheinen: Auf der Vorderseite heißt es laut Stadt in dem Abschnitt „Achtung Briefwählerinnen und Briefwähler“, man solle „erst den Wahlschein in den gelben Wahlbriefumschlag stecken“. Das ist aber falsch.
Stadt Esslingen: „Wer falsch kuvertiert, dessen Stimme ist nicht gültig“
Vielmehr müssen Wähler „erst den Wahlschein in den roten Wahlbriefumschlag stecken“, korrigiert die Stadtverwaltung. „Wer falsch kuvertiert, dessen Stimme ist nicht gültig“, macht Nicole Amolsch, Pressesprecherin der Stadt deutlich. Betroffene können sich ihr zufolge mit dem Wahlamt in Verbindung setzen und neue Unterlagen anfordern – die alten würden ungültig gemacht.
Die Anleitung auf der Rückseite der betroffenen gelben Wahlscheine seien dagegen korrekt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ebenfalls alle Unterlagen, die ab 5. Februar beantragt wurden. Insgesamt sind 68 127 Personen für den Bürgerentscheid wahlberechtigt. Das Wahlamt der Stadt Esslingen bittet alle Briefwählerinnen und Briefwähler des Bürgerentscheids, der korrekten Anleitung zu folgen, ihre Unterlagen vor der Stimmabgabe genau zu prüfen und ihre Stimmzettel korrekt einzulegen.
Fehler vor Bürgerentscheid zum Büchereistandort: Betroffene erhalten Brief
Welchen Mehraufwand der Fehler für die Verwaltung bedeute, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte Amolsch am Freitag. Die betroffenen Personen werden noch vom Wahlamt informiert, laut Stadt sollen schnellstmöglich Briefe mit dem Hinweis zum korrekten Einlegen der Wahlunterlagen in die Umschläge verschickt werden. „Zudem finden Briefwählerinnen und -wähler auf der städtischen Website umfangreiche FAQ sowie weitere Hinweise zur Briefwahl.“
Für Wählerinnen und Wähler, die unsicher sind, ob sie ihre Unterlagen korrekt abgegeben haben oder den Wahlschein möglicherweise falsch eingelegt haben ist das Wahlamt erreichbar per E-Mail an wahlamt@esslingen.de oder unter Telefon 07 11/35 12 33 46. Zudem können Betroffene auch persönlich zum Wahlamt im Alten Rathaus gehen. Geöffnet ist es von Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags auch von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr.