Zum Jahreswechsel gibt es einige Änderungen im öffentlichen Nahverkehr zwischen Leonberg und dem Enzkreis. Unter anderem kommt die Schnellbuslinie 660. Ein Überblick.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Zehn weitere Jahre wirdt das Friolzheimer Unternehmen Seitter die Buslinien zwischen Leonberg, Rutesheim, Weissach, Heimsheim, Wiernsheim, Wimsheim, Tiefenbronn, Friolzheim und Mönsheim betreiben. Das hat der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) jüngst bekannt gegeben. Verbesserungen gebe es darüber hinaus ab dem 1. Januar 2026 auf den Linien 652, 653 und 653A. Neu eingeführt wird außerdem die Schnellbuslinie 660 zwischen Leonberg und Wiernsheim über Rutesheim, Perouse, Heimsheim und Mönsheim.

 

Wie sehen die Änderungen im Detail aus?

Linie 652 (Leonberg – Rutesheim – Heimsheim – Tiefenbronn – Friolzheim – Mönsheim – Weissach Porsche):

  • Die Abfahrtszeiten an mehreren Haltestellen. Grund dafür ist, dass die Fahrzeiten an die verkehrliche Situation angepasst wurden.
  • Neu sind außerdem die Abfahrten um 19.57 und 20.57 Uhr ab Leonberg (Johannes-Kepler-Gymnasium) sowie um 20.01 ab Weissach (Porsche). Der letzte Bus fuhr bisher um 18.55 Uhr ab.
  • Im Gegenzug startet die erste Fahrt in Leonberg künftig um 5.57 Uhr statt um 4.55 Uhr.

Linie 653 (Leonberg – Rutesheim – Heimsheim – Friolzheim – Wimsheim – Mönsheim – Weissach Porsche):

  • Die Linie fährt künftig zwischen Rutesheim und Leonberg nicht mehr über Gebersheim. Sie sei dadurch schneller und pünktlicher unterwegs, heißt es in der VVS-Mitteilung.
  • Gebersheim wird ab 1. Januar von der neuen Linie 654 (Leonberg – Gebersheim – Rutesheim) im sogenannten Linienbündel 1 (Stadtverkehr Leonberg) angefahren.
  • Von Montag bis Freitag fahren die Busse der Linie 653 abwechselnd nach Weissach-Porsche und Mönsheim-Gödelmann – jeweils im Stundentakt.
  • Auch die Betriebszeit wird verlängert: Der letzte Bus fährt künftig um 0.43 Uhr ab Wiernsheim Bürgersaal – bisher ist der letzte Bus um 0 Uhr von Mönsheim abgefahren.
  • Neu ist ein durchgängiger Spätverkehr ab Leonberg mit stündlichen Abfahrten bis 0.42 Uhr.
  • Samstags fährt die Linie künftig durchgehend im 30-Minuten-Takt bis etwa 20.30 Uhr – anstatt wie bisher bis 17 Uhr.
  • Sonn- und feiertags fahren die Busse durchgehend im Stundentakt, was bisher nur bis 12 Uhr der Fall war. Anschließend galt bisher nur ein Zwei-Stunden-Takt.
  • Unter der Woche abends sowie samstags fährt die Linie wieder ganztägig bis Wiernsheim, sonn- und feiertags bis Mönsheim Gödelmann.

Linie 653A (Wurmberg – Mönsheim – Wimsheim – Friolzheim – Tiefenbronn – Heimsheim – Rutesheim/Leonberg)

  • Der bestehende Schülerverkehr zwischen Wiernsheim, Mönsheim und Weissach (bisher Linie 765) sowie der Schülerverkehr zwischen Heimsheim und Lomersheim wird in die Linie 653A zusammengefasst.

Linie 660 (Wiernsheim – Mönsheim – Heimsheim – Rutesheim – Leonberg)

  • Am 1. Januar startet ein neuer Schnellbus zwischen Leonberg, Rutesheim, Perouse, Heimsheim, Mönsheim und Wiernsheim. Die Schnellbusse fahren montags bis freitags von etwa 5 bis 20 Uhr.
  • Zwischen Heimsheim-See und Leonberg ergänzen die Busse die Linien 652 und 653. Auf dieser Strecke gilt so von Montag bis Freitag zwischen 5 und 20 Uhr ein 15-Minuten-Takt.

Der Böblinger Landrat Roland Bernhard begrüßt die Umsetzung eines neuen Konzeptes in dem Verkehrsraum: „Im westlichen Heckengäu bieten wir einen sehr attraktiven Nahverkehr an mit mehr Verbindungen und rund 173 400 zusätzlichen Kilometern. Ich hoffe, dass diese Verbesserungen schnell auf Resonanz bei den Fahrgästen stoßen.“ Es freue ihn auch, dass „wir mit der Firma Seitter-Mobilitäts-Service einen Mittelständler aus der Region mit dem Busverkehr beauftragen konnten“.

Bitte um Verständnis, wenn beim neuen Konzept anfangs noch nicht alles klappt

VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian betont, wie wichtig beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die gemeinsamen Planungen aller Partner seien: „Zusammen haben wir einen Blick aufs ganze System. Das macht das Angebot aus, das wir unseren Fahrgästen bieten können.“ Außerdem bittet sie um Verständnis, wenn bei einem neuen Konzept am Anfang noch nicht alles hundertprozentig klappt. Erfahrungsgemäß brauche es einige Wochen, bis sich alles eingespielt habe.

Die Fahrpläne für die neuen Angebote sind in der VVS-Fahrplanauskunft über die VVS-Homepage unter vvs.de oder in der App „VVS mobil“ abrufbar.