Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr in Denkendorf kostet stattliche 334 000 Euro. Was kann der Wagen?

Mit rund 334 000 Euro hat der neue Gerätewagen Logistik der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf einen stolzen Anschaffungspreis. Doch die Neuanschaffung ist laut Feuerwehrkommandant Frank Obergöker aus verschiedenen Gründen notwendig. Der bisherige Gerätewagen tut seit fast 20 Jahren seinen Dienst und wurde damals bereits gebraucht gekauft.

 

Das Fahrgestell stamme ursprünglich von einem Baustellenfahrzeug, was sich mittlerweile deutlich im Fahrverhalten bemerkbar mache. Zudem stiegen die jährlichen Reparaturkosten kontinuierlich an, so Obergöker. Auch die zulässige Zuladung entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Insbesondere fehlen ausreichende Gewichtsreserven, beispielsweise für den Transport zusätzlicher Sonderausstattung wie Atemschutz-Transportwagen für Einsätze in Tunnelanlagen“, erklärt der Kommandant.

Welche Vorteile hat der neue Gerätewagen der Feuerwehr?

Das neue Fahrzeug sei für vielfältige Logistikaufgaben vorgesehen und diene der Beförderung bereits vorhandener Rollwagen, die mit Sonderausstattungen unter anderem für Hochwassereinsätze, Ölspurbeseitigung, Notstromversorgung und Beleuchtung sowie Atemschutzmaterial mit Zubehör für Tunneleinsätze bestückt seien. Darüber hinaus werde das Fahrzeug künftig für die sogenannte Einsatzstellenhygiene genutzt. Wechselkleidung und entsprechende Materialien könnten zur Einsatzstelle transportiert werden, um kontaminierte Einsatzkleidung etwa nach Brandeinsätzen direkt vor Ort abzulegen. „Dadurch wird eine Verschleppung von Schadstoffen vermieden.“

Zudem finden im Fahrzeug sechs Einsatzkräfte Platz. „Dies ist für uns von großer Bedeutung, da so mit nur einem Fahrzeug eine komplette Grundeinheit aus Personal und Gerät, insbesondere für Tunneleinsätze, bereitgestellt werden kann“, sagt Obergöker „Logistikfahrzeuge dieser Art gewinnen in den letzten Jahren sowohl bei Feuerwehren als auch im Katastrophenschutz zunehmend an Bedeutung. Ihre hohe Flexibilität ermöglicht den Einsatz in unterschiedlichsten Einsatzszenarien“, erläutert er. Komplett selbst finanzieren muss die Gemeinde das neue Fahrzeug übrigens nicht. 90 000 Euro gibt es vom Land.