DFB Nachwuchsliga Auf Augenhöhe mit dem SC Freiburg: Freibergs U19 bleibt in DFB-Nachwuchsliga
Das Nachwuchsteam des SGV Freiberg schließt die Saison als Vierter ab. Die Entscheidung beim 3:1 gegen Rot-Weiß Walldorf fällt erst in der Nachspielzeit.
Das Nachwuchsteam des SGV Freiberg schließt die Saison als Vierter ab. Die Entscheidung beim 3:1 gegen Rot-Weiß Walldorf fällt erst in der Nachspielzeit.
Es war heiß, es war eng – und am Ende wurde es noch einmal richtig dramatisch. Am letzten Spieltag der DFB-Nachwuchsliga Hauptrunde B der Rückrunde Gruppe D empfing die U19 des SGV Freiberg im Wasenstadion den direkten Konkurrenten SV Rot-Weiß Walldorf. Rund 200 Zuschauer sahen bei praller Sonne ein Spiel, in dem es für den SGV um weit mehr ging als nur drei Punkte.
Alle Mannschaften spielten zeitgleich, die Ausgangslage war klar: Freiberg musste sein direktes Duell annehmen, um den eigenen Platz in der DFB-Nachwuchsliga zu behaupten. Mit dem späteren 3:1-Erfolg sicherte sich der SGV den vierten Tabellenplatz hinter dem TSV 1860 München, dem SC Freiburg und dem Karlsruher SC – punktgleich mit dem KSC – und damit den Verbleib in der höchsten deutschen Nachwuchsspielklasse. Auch in der kommenden Saison ist Freiberg damit von Beginn an wieder Teil der DFB-Nachwuchsliga.
Dabei begann die Partie zunächst vorsichtig. Beide Mannschaften wussten um die Bedeutung dieses Spiels, beide tasteten sich bei schwierigen äußeren Bedingungen in die Begegnung. Auch der SGV setzte im ersten Durchgang Akzente: Roman Timoshenko kam nach einem guten Angriff in eine vielversprechende Situation, doch Walldorf konnte die Szene im letzten Moment noch bereinigen. Auf der Gegenseite hatte Walldorf die größte Chance des ersten Durchgangs, als ein Spieler frei vor dem Freiberger Tor auftauchte, den Ball jedoch neben das Gehäuse setzte. Zur Pause stand es 0:0 – noch war alles offen.
Nach dem Seitenwechsel aber kippte das Spiel zugunsten der Freiberger, die entschlossener aus der Kabine kamen, klarer wirkten in den Aktionen und schließlich einen Standard zur Führung nutzten. In der 55. Minute stieg Ferdinand von Linck nach einer Hereingabe hoch und köpfte den Ball zum 1:0 ins Tor. Es war der Moment, der das Wasenstadion erstmals richtig laut werden ließ.
Nur sieben Minuten später folgte der nächste Schlag. Marlon Kohler erhöhte in der 62. Minute mit seinem neunten Saisontor auf 2:0. Der SGV hatte das Spiel nun scheinbar im Griff, verteidigte konzentriert und ließ Walldorf lange nicht mehr entscheidend zur Entfaltung kommen.
Doch ein letztes Aufbäumen der Gäste sollte noch einmal für Spannung sorgen. In der Nachspielzeit verkürzte Faress Milali in der 95. Minute auf 2:1. Plötzlich war die Partie wieder offen, Walldorf warf alles nach vorne, Freiberg musste noch einmal leiden. Doch genau in diesem Moment zeigte die Mannschaft, was sie in dieser Saison gelernt hatte: Ruhe bewahren, Widerstände annehmen, den nächsten Moment suchen.
Und dieser Moment kam in der 99. Minute. Nach der Öffnung der Walldorfer Defensive setzte James Ojiekhai den entscheidenden Schlusspunkt und traf zum 3:1-Endstand. Danach brachen im Wasenstadion alle Dämme. Spieler, Trainerteam und Umfeld feierten einen Erfolg, der sportlich wie emotional eine besondere Bedeutung hatte.
Auch beim Trainerteam um Cheftrainer Ihsan Basaran war die Erleichterung nach dem Abpfiff spürbar. Basaran fand nach dem Spiel die passenden Worte: „Diese Mannschaft hat sich diesen Moment verdient. Wir konnten gemeinsam etwas schaffen, das uns allen in Erinnerung bleiben wird.“
Der Sieg gegen Walldorf war mehr als nur ein Erfolg am letzten Spieltag. Er war der sichtbare Abschluss einer intensiven Saison, in der der SGV Freiberg bewiesen hat, dass auch ein ambitionierter Verein außerhalb der klassischen Nachwuchsleistungszentren auf höchstem Niveau bestehen kann. Mit Leidenschaft, Organisation, Zusammenhalt und harter Arbeit hat das Team seinen Platz in der DFB-Nachwuchsliga behauptet.