Doppeltitel FSV Waldebene Ost „Außen Stuttgarter Kickers, innen 100 Prozent Waldebene“

Ralf Bohlmann ist seit Mitte 2025 Vereinschef beim FSV Waldebene Ost. Foto: privat

Der Vereinschef Ralf Bohlmann über spricht die beiden Fußball-Aufstiege des FSV Waldebene Stuttgart-Ost und die Zukunft der Teams.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Ralf Bohlmann ist seit Mitte 2025 Vorsitzender des FSV Waldebene Stuttgart-Ost. Seine primäre Aufgabe: „Die Identifikation der Mitglieder mit dem Fusionsverein zu stärken“, sagt er im Gespräch.

 

Herr Bohlmann, was haben Sie für einen Eindruck vom Verein?

Ich kenne die Vereine noch als ursprüngliche Einzelvereine SV Gablenberg, Spvgg Ost und 1. FV Stuttgart 1986. Die Identifikation, die mit den damaligen Clubs bestand, ist im sechsten Jahr der Fusion noch ausbaufähig. Im vergangenen Jahr haben wir weitere Schritte hin zu einer gemeinsamen Ausrichtung des Vereins und der Identifikation mit ihm geschafft.

Was hat Sie an der Aufgabe gereizt und welche Ziele verfolgen Sie?

Den Standort Waldebene als attraktiven Ort für ein umfangreiches Sportangebot weiter zu entwickeln. Darüber hinaus bin ich ein Kind des Stuttgarter Ostens, habe 30 Jahre lang in allen drei genannten Vereinen gespielt, eine tolle Zeit gehabt und will deshalb etwas zurückgeben.

Nun also der Doppelaufstieg der Fußballer in die Bezirksliga und der Fußballerinnen in die Regionalliga. Was war für den Zweifach-Coup entscheidend?

Für beide Mannschaften haben wir in Rocco Cesarano bei den Männern und in Manuel Strobel bei den Frauen zwei tolle Trainer gefunden, die es mit ihren Assistenten zusammen geschafft haben, unter anderem ihre Spielphilosophie umzusetzen und den Zusammenhalt der Spielerinnen und Spieler zu stärken und alles aus ihnen herauszuholen. Andererseits ein Lob an die Spielerinnen und Spieler, die sich auf die neuen Taktiken eingelassen haben. Der Erfolg gibt allen recht.

Die Frauen auf der Waldebene sorgen seit Jahren für positive Schlagzeilen. In dieser Runde wurde bereits in den Trikots des Partners Stuttgarter Kickers mit dem Namen Waldebene hinten drauf gespielt. Folgt nun auch der Namenswechsel?

Vor 29 Jahren wurde mit einer C-Jugend- Mädchenmannschaft bei der Spvgg Ost begonnen und nun spielen die Aktiven in der Regionalliga. Eine absolute Erfolgsgeschichte für einen Breitensportverein, wie wir es immer noch sind. Die Kooperation mit den Kickers läuft gut, und vor einer Woche wurde ein Vertrag unterzeichnet, der besagt, dass beide Frauenteams plus die U 17 unter das Dach der Stuttgarter Kickers in eine neue Abteilung übergehen. Und ja, gespielt wird in der Regionalliga unter den „Blauen“.

Warum dieser Schritt, gibt man damit nicht ein Stück weit seine Identität ab?

Wie gesagt, wir sind immer noch ein Breitensportverein und keiner, der sich bezahlbaren Sport leisten kann. Mit der Regionalliga sind wir nun an unsere Grenzen gestoßen, was die Organisation und das Finanzielle anbelangt. Da werden die Frauen von der Professionalität der Kickers profitieren. Der Standort und Spielort Waldebene ist aber auf fünf Jahre mit der Option auf weitere fünf gesichert, die Spiele und das Training finden weiterhin bei uns statt. Wir bieten die Infrastruktur, und unsere Ehrenamtlichen werden weiterhin die Teams unterstützen. Es steht zukünftig zwar Kickers drauf, aber innen ist immer noch 100 Prozent Waldebene Ost drin.

Was trauen Sie den Männern zu?

Unser Anspruch ist, bei optimalen Rahmenbedingungen so erfolgreich wie möglich zu sein. Bei aller Euphorie heißt es erst mal Klassenverbleib, und dann sehen wir weiter. Wichtig ist uns, dass sich die positive Entwicklung der Herren weiter verfestigt und wir dem Trainer und dem Team auch weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen bieten können.

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