Ein Jahr Kirchenneubau in Mönchfeld Warum die neue Kirche immer voll ist

Martina Siegl vor der neuen katholischen Kirche in Mönchfeld Foto: Stadtdekanat Stuttgart

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Maria Vianney erlebt einen Aufschwung mit dem Neubau ihrer Kirche – das neue Gotteshaus ist jetzt ein Jahr alt.

Lokales: Iris Frey (if)

Freude herrscht momentan bei Martina Siegl, der gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats St. Johannes Maria Vianney. Der 2023 eingeweihte Neubau der katholischen Kirche am Mönchsteinplatz wird gut angenommen. Seit 1996 ist die vierfache Mutter hier aktiv im Kirchengemeinderat, seit mehr als zehn Jahren ist sie die Vorsitzende und die Ansprechpartnerin vor Ort, auch über die Kirche hinaus, so hat sie etwa zu Vernetzungstreffen mit der Stadt zur weiteren Quartiersentwicklung eingeladen. Die Krankenschwester, die sich zudem in der Fairtrade-Steuerungsgruppe engagiert, bekam bei der Einweihung des Neubaus im vorigen Jahr die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart von OB Frank Nopper überreicht.

 

Sonntags bis zu 80 Besucher im Gottesdienst

„Es war eine totale Überraschung, hat mich aber sehr gefreut“, sagt Siegl. Sie blickt auf eine positive Entwicklung: Die Kirche sei sonntags mit bis zu 80 Besuchern immer gut gefüllt. Der neue Kirchenraum fasst 100 Besucher. Warum so viele kommen? „Der Kirchenraum ist attraktiv“, sagt Siegl. „Es ist eine familiäre Gemeinde, und es gibt hier eine tolle Willkommenskultur.“ Pfarrer Ludwig-Frank Mattes, leitender Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna, freut sich ebenfalls: „Wir haben eine aktive und engagierte Gemeinde.“ Er hofft, dass es so gut weitergeht.

Regelmäßig halte der ehrenamtliche Priesterseelsorger Christoph-Maria Schmitz hier Gottesdienst, was positiv zur Entwicklung beitrage. Mit dem neu gebauten Seniorenpark am Mönchsteinplatz gebe es eine gute Vernetzung, ebenso mit dem Haus St. Ulrich. Senioren beleben das Kirchenzentrum ebenso wie Schulen, die verstärkt in den Religionsunterricht vor Ort kommen. „Das finde ich klasse“, sagt Siegl. Familiengottesdienste mit Mittagessen lassen die Besucher untereinander ins Gespräch kommen. „Begegnung ist uns wichtig.“ Entwicklungspotenzial gibt es noch bei der neu gebauten Kindertagesstätte. Sie ist derzeit mit zwei Gruppen besetzt, hat aber für vier Platz. Der Erzieherinnenmangel wirke sich hier aus.

Erntedank-Quartiersfest geplant

Derzeit plant die Kirchengemeinde für den 29. September ein Erntedank-Quartiersfest mit ökumenischem Gottesdienst, sehr zur Freude von Martina Siegl. Das ehrenamtliche Engagement ist für die 58-Jährige herausfordernd, aber unerlässlich: „Es ist nicht mein Beruf, aber meine Berufung.“ Sie will anderen Mut machen, sich zu engagieren.

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