Wetter im Mai
: Kommen die Eisheiligen dieses Jahr früher?

Viele Hobbygärtner fürchten einen erneuten Kälteeinbruch mit den Eisheiligen. Kommen sie dieses Jahr verfrüht?
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Kommt der Kälteeinbruch noch?

Ela73 / shutterstock.com

Anfang Mai könnte es in Deutschland zunächst ungewöhnlich warm werden. Nach der 10-Tage-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Dienstag, 28. April 2026, setzt sich zum Monatsbeginn ruhiges und teils sommerliches Hochdruckwetter durch. Von einem klassischen Kälteeinbruch ist in der ersten Maiwoche demnach nicht auszugehen. Dennoch deutet die weitere Entwicklung auf eine Umstellung hin: Ab dem Wochenende sollen von Westen her Schauer und Gewitter häufiger werden, in der zweiten Wochenhälfte wird es nach DWD-Einschätzung etwas kühler.

Erst warm, dann wechselhafter

Für Freitag, den 1. Mai, erwartet der DWD in Deutschland meist sonniges und trockenes Wetter. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 20 und 26 Grad. In der Nacht zum Samstag kann es allerdings regional deutlich abkühlen: Im Westen werden Tiefstwerte um 11 Grad erwartet, im Südosten lokal bis 0 Grad. Am Samstag bleibt es im Osten zunächst sonnig und trocken. Im Westen ziehen laut DWD mehrschichtige Wolken auf, anschließend sind dort teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter möglich. Die Temperaturen erreichen noch einmal 23 bis 27 Grad. Ab Sonntag wird das Wetter unbeständiger. Im Westen rechnet der DWD mit Wolken, Schauern und Gewittern. Im Osten bleibt es bei längeren heiteren Abschnitten zunächst häufig trocken. Die Höchstwerte reichen von etwa 20 Grad im Nordwesten bis 27 Grad im Osten. Für Montag und Dienstag werden wechselnde Bewölkung, wiederholte Schauer und Gewitter vorhergesagt. Dabei sinken die Höchstwerte im Westen auf 16 bis 21 Grad, im Osten liegen sie noch zwischen 20 und 25 Grad.

Keine Eisheiligen in Sicht

Für den Zeitraum von Mittwoch, 6. Mai, bis Freitag, 8. Mai, beschreibt der DWD den Trend als weiterhin wechselhaft mit Schauern und Gewittern. Dabei soll es etwas kühler werden. Eine markante Frostlage für Deutschland insgesamt geht aus dieser 10-Tage-Vorhersage jedoch nicht hervor. Auffällig ist lediglich die Nacht zum Samstag, in der im Südosten lokal Tiefstwerte bis 0 Grad möglich sind. Das kann für empfindliche Pflanzen regional relevant sein. Von flächendeckenden Nachtfrösten oder einem deutschlandweiten Kälteeinbruch spricht die DWD-Prognose aber nicht.

Klimavorhersage sieht Anfang Mai eher zu warm

Auch die Wochenvorhersage des DWD spricht eher gegen frühe Eisheilige im klassischen Sinn. Für die Woche vom 4. bis 10. Mai 2026 weist die DWD-Klimavorhersage für Deutschland insgesamt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für wärmere Temperaturen aus. In der vom DWD dargestellten Wahrscheinlichkeitsvorhersage liegen die Anteile bei 13 Prozent für „kälter“, 31 Prozent für „normal“ und 56 Prozent für „wärmer“. Der Normalbereich wird für diese Woche mit 11,8 bis 13,4 Grad angegeben. Für die Folgewoche vom 11. bis 17. Mai 2026 zeigt die DWD-Grafik ein ausgeglicheneres Bild: 24 Prozent Wahrscheinlichkeit für „kälter“, 41 Prozent für „normal“ und 35 Prozent für „wärmer“. Der Normalbereich liegt hier bei 11,6 bis 12,8 Grad. Damit nimmt die Wahrscheinlichkeit für normale oder kühlere Bedingungen zwar zu, ein deutliches Signal für eine außergewöhnlich kalte Phase ist daraus aber nicht abzulesen.

Frühe Eisheilige sind derzeit nicht erkennbar

Nach der aktuellen DWD-Vorhersage sieht es nicht danach aus, dass die Eisheiligen in diesem Jahr deutlich früher kommen. Anfang Mai startet vielerorts warm bis sommerlich. Danach wird das Wetter wechselhafter und etwas kühler, vor allem im Westen. Ein ausgeprägter Kälteeinbruch ist in der vorliegenden DWD-Prognose aber nicht erkennbar. Für empfindliche Pflanzen bleibt die Lage dennoch nicht völlig risikofrei. Besonders in klaren Nächten und in kälteren Regionen, etwa im Südosten, können die Temperaturen lokal stark sinken. Wer bereits frostempfindliche Pflanzen ins Freie gestellt hat, sollte deshalb die regionalen DWD-Warnungen und die kurzfristigen Nachtwerte im Blick behalten.