Trotz fortgeschrittenem Frühling bleibt das Wetter in Baden-Württemberg wechselhaft. Kurz vor den Eisheiligen stellt sich erneut die Frage, ob Nachtfrost zurückkehren könnte.

Digital Desk: David Hahn

Der Mai gilt eigentlich als Monat des Aufblühens. Aufgrund von möglichem Nachtfrost ist für Gärtnerinnen und Gärtner in der Regel jedoch weiter Vorsicht geboten. Wie lauten aktuelle Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Baden-Württemberg?

 

Wann sind die Eisheiligen 2026?

Die Eisheiligen, die traditionell vom 11. bis 15. Mai stattfinden, gelten als letzte kritische Phase für späten Frost im Frühling. Benannt nach den Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der „kalten Sophie“ dienen diese Tage seit Jahrhunderten als Orientierung für Landwirte und Hobbygärtner. Erst nach dem 15. Mai wird als Faustregel empfohlen, frostempfindliche Pflanzen dauerhaft ins Freie zu setzen.

Wetter in Baden-Württemberg: Kommt der Frost zurück?

In Baden-Württemberg zeigt sich das Wetter in der Woche vor den Eisheiligen zunächst von seiner unbeständigen Seite. Unter Tiefdruckeinfluss strömt feuchtmilde Luft in den Südwesten, wodurch es wiederholt zu Schauern und teils kräftigen Gewittern kommt. Bereits zu Wochenbeginn treten lokal Starkregen, stürmische Böen und vereinzelt Hagel auf. Auch am Mittwoch und Donnerstag bleibt es wechselhaft mit weiteren Schauern und Gewittern bei gedämpften Temperaturen zwischen etwa 13 und 21 Grad.

Zum Ende der Woche deutet sich jedoch eine Wetterberuhigung an. Am Freitag setzt sich häufiger die Sonne durch, und die Temperaturen steigen wieder auf 17 bis 23 Grad. In den Nächten bleibt es allerdings kühl. Nur in der Nacht zum Freitag sind Tiefstwerte bis 2 Grad möglich, lokal mit Bodenfrost. Damit besteht weiterhin ein gewisses Risiko für empfindliche Pflanzen, auch wenn flächendeckender Frost aktuell nicht in Sicht ist.

Am Wochenende wird es in Baden-Württemberg dann deutlich wärmer. Am Samstag sind verbreitet sommerliche Temperaturen bis nahe 30 Grad möglich, bevor ab Sonntag und zu Beginn der neuen Woche wieder einzelne Schauer und Gewitter aufziehen.

Zum Wochenstart und dem Beginn der Eisheiligen kühlt es laut dem DWD zwar minimal ab und das Niederschlagsrisiko steigt, es werden jedoch weiterhin Tageshöchsttemperaturen zwischen 10 und 20 Grad erreicht. In klaren Nächten sind niedrigere Werte möglich, verbreiteter Frost bleibt aktuellen Prognosen zufolge allerdings unwahrscheinlich. Für die zweite Wochenhälfte liegen vom Deutschen Wetterdienst noch keine Vorhersagen vor.