Die Eisheiligen enden am Freitag. Die Frostgefahr hört damit aber nicht direkt auf.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Deutschland erlebt zu den Eisheiligen noch einmal eine kühle Wetterphase. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist in weite Teile des Landes polare Meeresluft eingeflossen. Tiefdruckeinfluss sorgt vielerorts für wechselhaftes Wetter mit Schauern, Gewittern, Graupel und kräftigem Wind. Besonders in den Nächten kann es regional noch einmal empfindlich kalt werden.

 

Frost ist dabei nicht überall gleich wahrscheinlich. Betroffen sind vor allem das Bergland, geschützte Täler, höhere Lagen und stellenweise auch bodennahe Bereiche im Flachland. Regional unterscheiden sich die Aussichten deutlich.

Wo droht noch einmal Frost?

Region Zeitraum Frostgefahr laut DWD-Vorhersage Besonders betroffen
Schleswig-Holstein und Hamburg Nacht zum Freitag, Nacht zum Sonntag Kein ausdrücklicher Frosthinweis, aber im Binnenland Tiefstwerte von 2 bis 5 Grad beziehungsweise 3 bis 5 Grad. Binnenland, windgeschützte Lagen; auf den Inseln bleibt es milder.
Mecklenburg-Vorpommern Nacht zum Freitag In Bodennähe lokal um 0 Grad möglich. Ungünstige Lagen im Binnenland, bodennahe Bereiche.
Niedersachsen und Bremen Nacht zum Freitag, Nacht zum Sonntag Kein ausdrücklicher Frosthinweis, aber Tiefstwerte von 1 bis 4 Grad außerhalb der Inseln. Binnenland, höhere Lagen, windgeschützte Senken.
Berlin und Brandenburg Nacht zum Freitag Teils leichter Frost in Bodennähe um minus 1 Grad. Bodennahe Bereiche, windgeschützte Lagen, Regionen mit Auflockerungen.
Sachsen-Anhalt Nacht zum Freitag Örtlich Frost in Bodennähe. Harzumfeld, geschützte Lagen, bodennahe Bereiche.
Thüringen Nacht zum Freitag Leichter Frost in Bodennähe möglich. Tal- und Muldenlagen.
Sachsen Nacht zum Samstag, Nacht zum Sonntag Im Bergland Werte nahe dem Gefrierpunkt: bis 0 Grad in der Nacht zum Samstag, bis 1 Grad in der Nacht zum Sonntag. Bergland, freie und windgeschützte Lagen.
Nordrhein-Westfalen Nacht zum Sonntag Gebietsweise Frost in Bodennähe. Hochlagen, Senken, windgeschützte Bereiche.
Hessen Nacht zum Sonntag Gebietsweise Frost in Bodennähe. Hochlagen, Tal- und Muldenlagen.
Rheinland-Pfalz und Saarland Nacht zum Sonntag Gebietsweise Frost in Bodennähe. Hochlagen, Senken, windgeschützte Lagen.
Baden-Württemberg Nacht zum Freitag, Nacht zum Sonntag Lokal Frost in Bodennähe möglich. Schwarzwald, Schwäbische Alb, Täler und freie Lagen.
Nordbayern Nacht zum Freitag Stellenweise Frost in Bodennähe. Freie Lagen, geschützte Senken, höhere Regionen.
Südbayern Nacht zum Freitag Stellenweise Frost in Bodennähe; im Oberallgäu Tiefstwerte bis 1 Grad. In den Alpen zusätzlich Schnee oberhalb etwa 1500 Meter. Oberallgäu, Alpenrand, höhere Täler und Alpenlagen.

Kein flächendeckender Frost, aber regionale Risiken

Ein flächendeckender Frost ist nach der aktuellen DWD-Vorhersage nicht zu erwarten. Die Frostgefahr ist regional begrenzt und betrifft vor allem bodennahe Bereiche, Senken, Tal- und Muldenlagen sowie höhere Regionen.

Für Gartenbesitzer ist die Lage dennoch relevant. Empfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Basilikum, Sommerblumen und frisch gesetzte Balkonpflanzen sollten in frostgefährdeten Regionen in den kalten Nächten geschützt werden. Das gilt besonders für die Nächte zum Freitag und zum Sonntag.

Wann lässt die Frostgefahr nach?

Bis zum Wochenende bleibt es vielerorts kühl und wechselhaft. Schauer, Gewitter, Graupel und in den Alpen Schnee prägen das Wetter. Eine deutlichere Entspannung zeichnet sich erst in der kommenden Woche ab.

Nach der 10-Tage-Vorhersage des DWD wird es zunächst noch wechselhaft, später aber zunehmend trocken und deutlich wärmer. Von Mittwoch, 20. Mai, bis Freitag, 22. Mai, erwartet der DWD einen Übergang zu Hochdruckwetter. Dann steigen die Temperaturen verbreitet deutlich an, tagsüber sind teils mehr als 25 Grad möglich. Nachts besteht nach aktueller Prognose keine Frostgefahr mehr.