Ausflüge in BW Erfrischung garantiert - 7 Orte zum Nasswerden

Nichts für Frostbeulen: Baden in der Großen Lauter. Foto: IMAGO//Wilhelm Mierendorf

Badehose nicht vergessen! Sieben erfrischende Ideen für Aktivitäten am Wasser – vom Planschen in der Lauter übers Wakeboarding in Mannheim bis zum Moorwasserbad in Aulendorf.

Freizeit und Unterhaltung: Theresa Schäfer (the)

Wenn die Sonne so richtig vom Himmel knallt, will man vor allem eines: Abkühlung. Wir haben ein paar erfrischende Ideen: sieben schöne Orte und Aktivitäten am Wasser – vom Wakeboarding in Mannheim bis zum Moorwasserbad in Aulendorf.

 
/Wilhelm Mierendorf

Das Große Lautertal

Eiskalt ist sie, die Lauter – und schnell, denn das Flüsschen auf der Schwäbischen Alb hat eine ordentliche Strömung. Kanu- und Kajakfahren darf man im Großen Lautertal (Kreis Reutlingen und Alb-Donau-Kreis) inzwischen gar nicht mehr. Aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist das Tal, ein Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, einen Ausflug wert. Hinter beinahe jeder Wegbiegung thront eine Burgruine auf den schroffen Felsen. Wer sich traut und sich an Gänsehaut nicht stört, darf auch ins Wasser – das geht dank flacher Einstiege zum Beispiel am Lauterinfozentrum bei Gomadingen oder auf der Liegewiese bei Bichishausen. Übrigens: Eine Kugel Lautertal-Eis, das in Indelhausen von der Familie Bachmann selbst gemacht wird, ist ein Muss!

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Foto: Wakeboarding Mannheim

Wasserski- und Wakeboardinganlage Mannheim am Rheinauer See

Action pur – mit 30 km/h wird man an der Wasserski- und Wakeboardinganlage Mannheim durchs Wasser gezogen. Jeder, der sicher schwimmen kann, kann sich auf den Wasserskiern oder Wakeboards versuchen. Nach den obligatorischen ersten Bauch- oder Popoplatschern haben die meisten den Dreh irgendwann raus. Wer es sich traut, kann dann an Rampen und Kickern Sprünge versuchen. Ein besonderes Erlebnis ist das Foilboarden, bei dem man auf einem Flügel über die Wasseroberfläche gleitet. Die Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden – Schwimmweste und Standardskier, Teller und Kneeboards sind im Fahrpreis inklusive. In den Ferien bieten die Betreiber des Cableparks auch mehrtägige Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse an.

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/IMAGO/WireStock

Bad Uracher und Gütersteiner Wasserfälle

Keine falschen Hoffnungen: allein ist man hier selten. Erst einmal muss man sich in den Besucherstrom einreihen, der sich von den Parkplätzen im Maisental den Brühlbach entlang zu den bekannten Wasserfällen von Bad Urach (Kreis Reutlingen) schiebt. Bis hierhin kommen noch alle – rüstige Rentnergruppen und Familien mit Kleinkindern. Schließlich sind sie ja auch gar so schön und fotogen, die Wasserkaskaden, die über die Felsen in die Tiefe stürzen. Doch es lohnt sich, nach dem obligatorischen Apfelschorle am Kiosk auf der Hochwiese nicht umzukehren. Denn jetzt beginnt er eigentlich erst, der deutlich ruhigere Teil des Premiumwanderwegs Wasserfallsteig, der vor ein paar Jahren zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt wurde. Vom Rutschenfelsen hat man einen tollen Blick und auf dem Fohlenhof des Haupt- und Landgestüts Marbach kann man edle Vollblüter beim Grasen sehen. Das eigentliche Highlight der Zehn-Kilometer-Tour kommt aber zum Schluss: Der Abstieg über die Gütersteiner Wasserfälle mit ihrem verwunschenen Wasserbecken – das mit seinen moosigen Steinen so märchenhaft wirkt, dass jederzeit eine schöne Meerjungfrau oder zumindest der Froschkönig daraus auftauchen könnte.

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Foto: Imago/IMAGO/imageBROKER/Daniel Schoenen

Schluchsee

Segeln, Windsurfen, Tauchen, Schwimmen – der Schluchsee ist ein Eldorado für Wassersportler. Nur Motorboote sucht man am größten See des Schwarzwald vergeblich, aber die scheint auch niemand so richtig zu vermissen. Die Ufer des einstigen Gletschersees sind relativ unverbaut, deshalb kann man an vielen Stellen sein Badetuch ausbreiten. Ob am Wolfsgrund, der Amalienruh oder dem familienfreundlichen Naturstrandbad Seebrugg – an schönen Sommertagen ist man am Schluchsee bestimmt nicht alleine. Der Tipp: Früh kommen oder zu Fuß oder mit dem Fahrrad abgeschiedenere Badestellen ansteuern, zum Beispiel die Kaiserbucht. Wer Action sucht und fröhliches Kindergejauchze gut abkann, verbringt den Schluchsee-Tag vielleicht auch im Freizeitbad Aqua Fun: Hier gibt es eine über 100 Meter lange Rutsche, einen Strömungskanal und auch Zugang zum See.

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/IMAGO/imageBROKER/Lilly

Blautopf

Dieses Blau ist einfach faszinierend. Der Blautopf leuchtet so sagenhaft, dass man sich problemlos vorstellen kann, Eduard Mörikes schöne Lau tauche jeden Moment aus dem Wasser auf. Die 22 Meter tiefe Karstquelle in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis), eine der größten Deutschlands, sieht je nach Wetter und Tageszeit immer wieder anders aus – 50 Shades of Blue sozusagen. Der Blautopf ist der Zugang eines unterirdischen Höhlensystems, das bis heute nicht vollständig erkundet ist. Die Tropfsteinhöhlen bleiben Forschern vorbehalten. Um den Blautopf zu schützen, ist auch das Baden verboten. Dafür gibt es rund herum viele schöne Wanderwege – die erfrischende saphirblau-smaragdgrün schimmernde Wasserfläche stets im Blick. Die historische Hammerschmiede mit ihrem Wasserrad ist nicht nur ein pittoreskes Fotomotiv – hier gibt es auch ein Schmiedemuseum. Unbedingt einplanen: Eine Fahrt mit dem Blautopfbähnle. Und wer bei seinem Besuch in Blaubeuren partout noch nass werden will, der taucht zum Schluss noch in den Blautopfbädern ab.

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Foto: Stadt Aulendorf/Ingo Rack

Steeger See in Aulendorf

Weiches Moorwasser soll ja so gut sein für die Haut – in Aulendorf (Kreis Ravensburg) kann man ausprobieren, ob das stimmt. Das Naturfreibad Steeger See ist eines der schönsten Oberschwabens. Mitten im See steht ein drei Meter hoher Sprungturm, ein Fußball- und ein Volleyballfeld gibt es auch. Die Liegewiese wird von vielen großen Bäumen beschattet. Besonders schön: An allen Freitagen darf man baden, bis die Sonne untergeht. Wer nicht nur planschen, sondern auch noch etwas über das Landschaftsschutzgebiet mit seiner besonderen Moorflora lernen möchte: Rund um den See führt ein etwa 1,2 Kilometer langer Naturlehrpfad.

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Foto: Imago/ARNULF HETTRICH

Stocherkahnfahren in Tübingen

Einfach immer wieder schön – sich das pittoreske Tübingen vom Neckar aus anzuschauen. Mancher dürfte vollauf zufrieden damit sein, sich auf einem der typischen langen Stocherkahne an den bunten Häuserfronten der Unistadt und ihrem berühmten Hölderlinturm vorbeifahren zu lassen, zuzuschauen, wie auf der Mauer am Neckarufer die jungen Menschen die Sonne genießen, ein Eis essen, quatschen. Weinproben, Poesiefahrten, stimmungsvolle Abendfahrten – rund um den Tübinger Stocherkahn ist einiges geboten. 

Wer aber selbst Stochern lernen will, kann in Tübingen das „Stocherkahndiplom” machen. Ein erfahrener „Stocherer“ bringt einem bei, wie’s geht. Außer dem Verkehrsverein Tübingen gibt es auch etliche private Anbieter – eine Vorabrecherche im Internet lohnt sich also.

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