Esslinger Wohnbauprojekt 28 neue Wohnungen für die Pliensauvorstadt

Die alten Gebäude in der Stuttgarter Straße 50 bis 54 sollen modernen Neubauten weichen. Foto: privat

Wohnraum ist in Esslingen schon lange knapp. Durch Nachverdichtung können Bauflächen effizienter genutzt werden. Die Genossenschaft Flüwo ersetzt nun drei alte Gebäude.

Reporter: Alexander Maier (adi)

In der Stuttgarter Straße in der Esslinger Pliensauvorstadt sollen in der kommenden Woche die Bagger anrollen: Die Stuttgarter Wohnungsbaugenossenschaft Flüwo Bauen und Wohnen lässt dort drei Gebäude, die sichtlich in die Jahre gekommen sind, abreißen. Wo bislang zwölf Wohnungen zur Verfügung standen, sollen es künftig 28 sein. „Ziel ist es, zukunftsfähigen und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen“, erklärt das Unternehmen. Wenn alles wie geplant läuft, sollen die neuen Gebäude Ende 2027 bezugsfertig sein. Eine Tiefgarage ist nicht geplant.

 

Die zweigeschossigen Gebäude Stuttgarter Straße 50 bis 54 stehen schon eine ganze Weile leer – im Februar konnte die Freiwillige Feuerwehr die abbruchreifen Häuser aus dem Jahr 1956 für mehrere Übungen nutzen. „Die Entscheidung für den Abriss fiel nach sorgfältiger Prüfung“, erklärt Flüwo-Vorstandsmitglied Martin Krahl.

„Die bestehende Bausubstanz und die Wohnungen entsprechen nicht mehr dem Qualitätsanspruch, den wir Mieterinnen und Mietern langfristig bieten möchten. Eine Modernisierung wäre unter den gegebenen baulichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht sinnvoll umsetzbar gewesen. Daher fiel die Entscheidung zugunsten eines Neubaus.“

Angebote für bisherige Mieter

Nach Angaben der Wohnungsbaugenossenschaft „lag ein besonderer Fokus auf sozialverträglichen Lösungen für die bisherigen Bewohnerinnen und Bewohner“ der drei Häuser. Ein Teil der Wohnungen sei bereits vorab frei gewesen, einige Mietverträge waren befristet. „Bis auf eine Familie, die sich für einen anderen Wohnungsanbieter entschieden hat, konnten alle Mieterinnen und Mieter in passende Wohnungen innerhalb des Flüwo-Bestands umziehen, teilweise noch vor Ablauf ihrer Mietverträge“, versichert das Unternehmen.

Nun hat die Flüwo freie Bahn für ein Wohnprojekt, das heutigen Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht werden soll. Geht der Abbruch wie geplant voran, beginnen die Bauarbeiten im dritten Quartal 2026. „Im Mittelpunkt des Projekts steht die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, der ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Umsetzbarkeit verbindet“, betont die Genossenschaft. Die Planung orientiere sich konsequent an aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung. Der Neubau wird sich an der Höhe umliegender Gebäude orientieren und deshalb höher als die bisherigen Häuser in der Stuttgarter Straße 50 bis 54 ausfallen. So wird das Projekt auch dem Wunsch der Stadt gerecht, so weit wie möglich und sinnvoll nachzuverdichten, um damit bestehende Bauflächen effizienter zu nutzen.

Nachhaltigkeit ist das Ziel

Geplant ist ein modernes Wohnhaus, das in nachhaltiger Holzhybridbauweise realisiert wird und sich an einem aktuellen Projekt der Flüwo in Bruchsal orientiert. Insgesamt werden in der Stuttgarter Straße 28 neue Wohnungen entstehen. „Aus Effizienzgründen wird auf den Bau einer Tiefgarage verzichtet“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Stattdessen gibt es 28 oberirdische Stellplätze, davon 23 als Carports. Zur Energieversorgung wird das neue Wohngebäude an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen, eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach ist ebenfalls Teil des energetischen Konzepts. „Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung“, ist Michael Pfefferkorn, Leiter Neubau / An- und Verkauf bei der Flüwo, überzeugt. Erklärtes Ziel des Unternehmens sei es, „guten und sicheren Wohnraum zu schaffen, der den Anforderungen von heute und kommenden Generationen gerecht wird“.

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