Paul Polauke könnte aus Freiberg zu den Kickers zurückkehren – auf der Waldau war er Publikumsliebling. Foto: IMAGO/Jan Huebner
Er erzielte als Verteidiger sechs Saisontore und gilt als zweikampfstarker Mentalitätsspieler. Paul Polauke liegen einige Anfragen vor – eine davon von den Stuttgarter Kickers.
Es besteht Bedarf auf dieser Position bei den Stuttgarter Kickers. Nach dem Kreuzbandriss von Jacob Danquah umso mehr. Kein Wunder, dass der Fußball-Regionalligist bei der Suche nach zuverlässigen Kräften fürs Abwehrzentrum für die neue Saison auch auf einen alten Bekannten gestoßen ist: Paul Polauke. Nach Informationen unserer Redaktion steht der 26-Jährige bei den Planspielen der Blauen weit oben auf der Liste und hat auch ein Angebot vorliegen.
Torgefährlicher Abwehrmann
Der gebürtige Ludwigsburger spielte von 2021 bis 2025 bei den Blauen. Durch seinen Kampfgeist und Einsatzwillen gehörte Polauke zu den Publikumslieblingen auf der Waldau. Der damalige Trainer Marco Wildersinn plante jedoch nicht mehr mit ihm, der Vertrag wurde nicht verlängert. Nach einem kurzen Abstecher zu den SF Siegen zog es Polauke Ende August 2025 wieder in die Heimat. Beim Vizemeister SGV Freiberg gehörte er zu den unumstrittenen Stammkräften und entwickelte sich zu einem Führungsspieler. Besonders auffallend: Seine Qualitäten bei Offensivstandards. Insgesamt kam der kopfballstarke 1,90-m-Mann auf sechs Saisontreffer.
Klar, dass der SGV und sein Trainer Kushtrim Lushtaku den am 30. Juni auslaufenden Vertrag unbedingt verlängern möchte. Doch auch einige andere Clubs haben die Fühler ausgestreckt, darunter auch der künftige Regionalligist SSV Ulm 1846 – und eben die Stuttgarter Kickers, die künftig in ihrer Spielidee verstärkt auf einfache und klare Abläufe setzen wollen. Emotionale, mentalitätsstarke Spielern wie Polauke spielen dabei eine wichtige Rolle.
Bringt Emotionen ins Spiel: Paul Polauke. Foto: Pressefoto Baumann
Vor dem WFV-Pokal-Viertelfinalspiel im vergangenen März mit Freiberg bei den Blauen hatte er im Interview mit unserer Redaktion auf die Frage, welche Bedeutung die Partie für ihn habe, geantwortet: „Ich spiele mit meinem Heimatverein gegen meinen Herzensverein. Die Zeit in der Jugend mitgerechnet, spiele ich jetzt elf Jahre für den SGV. Mit den Kickers habe ich den Aufstieg in die Regionalliga geschafft und stand zweimal im WFV-Pokal-Finale – das waren absolute Höhepunkte. Ich habe immer alles gegeben und konnte meinen Traum leben. Ich bin brutal dankbar für die Erfahrungen, die ich in diesen vier Jahren machen konnte. Die Fans der Blauen wissen genau, dass ich sie in mein Herz geschlossen habe. Auch die Verantwortlichen kennen mich. Ich bin ein offenes Buch. Man weiß nie, was im Leben noch kommt.“ Vielleicht die Rückkehr zum Herzensverein.