Fernseh-Fahnder Zehn Hinweise im Mordfall Angelika Steudle

 Foto: dapd
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Vor 25 Jahren wurde ein 17-jähriges Mädchen bei Magstadt vergewaltigt und erstochen. Nach einem Beitrag von RTL II wird der Fall neu aufgerollt.

Böblingen: Günter Scheinpflug (gig)

Böblingen - Nach der Ausstrahlung der TV-Sendung "Ungeklärte Morde - dem Täter auf der Spur" sind bis Dienstag zehn Hinweise bei der Polizeidirektion Böblingen eingegangen. Ein Anrufer hat sich aus Österreich gemeldet. Eine heiße Spur sei aber nicht darunter, erklärte der Polizeisprecher Uwe Vinçon, die Polizei werde die Hinweise in den nächsten Tagen überprüfen.

In dem Beitrag von RTL II sagte der Stellvertretende Böblinger Kripochef Heiko Falter, dass in der Famlie und im Freundeskreis auch heute nach 25 Jahren noch Fassungslosigkeit und Ohmnacht herrsche. Die Leiche der vergewaltigten und ermordeten jungen Frau aus Unterkochen bei Aalen war am 15. April 1986 im Hölzertal bei Magstadt von einem Spaziergänger gefunden worden. Die 17-Jährige hatte nach Calw zu ihrem Freund trampen wollen, der mit ihr Schluss gemacht hatte. "Sie hat von der großen Liebe geträumt\", vermutet Falter, "und wollte ihren Freund treffen."

Versehentlich auf dem Straßenstrich?

Die letzte Etappe ihrer Tramptour begann an der Bärenwiese in Ludwigsburg, wo sie ein Zeuge gegen 22 Uhr in einen weißen Mercedes hatte steigen sehen. "Sie hat damals wohl nicht gewusst, dass dort ein Straßenstrich war", erklärte Vinçon. Der Autofahrer habe wohl gedacht, dass es sich bei der 17-Jährigen um eine Prostituierte handele. Vermutlich dieser Mann habe sie mit mehreren Messerstichen direkt ins Herz getötet, nachdem er sich an ihr vergangen habe. "Der Täter muss gewusst haben, wie man schnell und präzise ein Leben auslöscht", sagte der Polizeisprecher.

Die Tatwaffe, ein mindestens elf Zentimeter langes und zwölf Millimeter breites, einseitig geschliffenes Messer, ist nicht gefunden worden. Die Maße waren auf Grund der Schnitttiefe ermittelt worden. "Vielleicht hat der Täter später irgend jemand etwas erzählt", vermutet Falter. Aus diesem möglichen Personenkreis erhofft sich die Polizei Hinweise unter der Telefonnummer 0 70 31 / 13 22 22.




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