Bei einem Brand in einer Werkstatt in Großsachsenheim hat es zwei Verletzte gegeben. Zudem musste sich die Polizei mit einem uneinsichtigen Nachbarn herumschlagen.
In einer Mietwerkstatt in Großsachsenheim ist es am Donnerstagabend zu einem größeren Brand gekommen, bei dem es zudem zwei Verletzte gegeben hat. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf gut eine Million Euro.
Detonationen waren zu hören
Mehrere Personen hatten den Brand in der August-Borsig-Straße im Gewerbegebiet von Großsachsenheim kurz nach 21 Uhr gemeldet. Als die Polizei vor Ort eintraf, schlugen bereits Flammen aus der Autowerkstatt. Zudem waren Explosionen zu hören. Die Rettungskräfte kümmerten sich zu diesem Zeitpunkt bereits um einen 69-Jährigen, der schwere Brandverletzungen erlitten hatte und von der Feuerwehr erstversorgt worden war. Ein weiterer 47-Jähriger, der dem 69-Jährigen aus dem Gebäude herausgeholfen hatte, erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung.
Wie Feuerwehrkommandant Philipp Rousta mitteilt, stammten die Knallgeräusche von Gasflaschen und Druckbehältern, die im Gebäude lagerten und barsten. „Ein Übergreifen auf die im Außenbereich gelagerten Reifen konnte vermieden werden“, so der Sachsenheimer Kommandant weiter. Gegen Mitternacht war der Brand schließlich vollständig gelöscht. Gut 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Sachsenheim waren im Einsatz, hinzu kamen zwei Fahrzeuge der Feuerwehr Bietigheim-Bissingen. Die Feuerwehren Remseck und Ludwigsburg steuerten Abrollbehälter Sonderlöschmittel und Atemschutz bei. Auch der Kreisbrandmeister war vor Ort.
Das Gebäude, in dem nach derzeitigem Kenntnisstand neun Fahrzeuge gestanden hatten, ist aufgrund des Brandes einsturzgefährdet. Während der Einsatzmaßnahmen wurde zudem ein benachbartes Gebäude geräumt. Ein 51-Jähriger widersetzte sich dieser Weisung mehrfach, sodass ihm letztlich ein Platzverweis ausgesprochen werden musste. Da er jedoch auch hiergegen verstieß, muss er nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.
Fahrzeuge auf Gelände beschädigt
Die genaue Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest. Eine erste Schätzung beläuft sich, wie erwähnt, auf rund eine Million Euro. Neben der Werkstatt und den Fahrzeugen im Inneren dürften auch 17 weitere Fahrzeuge, die auf dem Gelände standen, in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Derzeit ist die Brandursache noch unbekannt. Die Ermittlungen dauern an.