Der Edeka im Untergeschoss des Böblinger Einkaufszentrums musste am Donnerstag geräumt werden. Was der Grund dafür war.
Aufregung in den Böblinger Mercaden: Der Edeka im Untergeschoss des Einkaufszentrums musste am Donnerstag evakuiert werden. Grund dafür war eine defekte Kühlanlage, aus der Kohlenstoffdioxid austrat, wie Christian Barth, der an diesem Tag den Feuerwehreinsatz geleitet hat, auf Nachfrage erklärt.
Die Brandmeldeanlage des Marktes hatte um kurz vor 17 Uhr ausgelöst und die Feuerwehr alarmiert. „Als wir ankamen, hatte das Personal den Supermarkt schon geräumt“, berichtet Barth. Das Ventil der undichten Kühlanlage sei abgedreht und der Supermarkt belüftet worden. Eine Fachfirma rückte an und reparierte die Kühlanlage.
Kein Brand, sondern Kühlmittel
Außer dem Edeka mussten laut Barth keine weiteren Bereiche in den Mercaden geräumt werden. Messungen der Feuerwehr hätten gezeigt, dass sich das Kohlendioxid nicht weiter ausgebreitet hatte. Für die Besucher der Mercaden habe keine Gefahr bestanden.
Gerüchten, die hinter dem Einsatz einen Brand vermuten, widerspricht der Einsatzleiter. Er kann sich aber erklären, woher sie kommen: „Es war eine Vernebelung zu sehen. Das war aber kein Brandrauch“, sagt er. Stattdessen habe es sich um das flüssige Kühlmittel gehandelt, das bei Kontakt mit der Luft gasförmig geworden sei.
Insgesamt war die Böblinger Feuerwehr laut Barth mit vier Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften vor Ort, die Polizei mit einem Streifenwagen. Außerdem stand ein Rettungswagen bereit – der glücklicherweise nicht benötigt wurde. „Es gab keine Verletzten“, sagt Barth. Der Einsatz der Feuerwehr war gegen 18.30 Uhr beendet. Der Edeka blieb am Donnerstag geschlossen, hat aber seit Freitagmorgen wieder auf.