Filmprojekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ Folge 11: Die Kriegsgefangenen von Gaisburg
Kriegsgefangene aus Frankreich und der Sowjetunion wurden in Stuttgart für den Bunkerbau und für andere Arbeiten eingesetzt.
Kriegsgefangene aus Frankreich und der Sowjetunion wurden in Stuttgart für den Bunkerbau und für andere Arbeiten eingesetzt.
Stuttgart - Erst Franzosen, später dann gefangene sowjetische Soldaten: In Stuttgart waren im Zweiten Weltkrieg Hunderte Kriegsgefangene interniert und mussten im Auftrag der Stadt Arbeiten verrichten – beim Bau des als Bunker genutzten Wagenburgtunnels, in den Technischen Werken oder auch beim Vieh- und Schlachthof, beim Obstbau und in der Landwirtschaft. Auch Firmen meldeten damals Bedarf an. Überall fehlten infolge des Krieges Arbeitskräfte.
In der Behandlung der Gefangenen spiegelte sich laut Stuttgarter Stadtarchiv, dem Partner unserer 14-teiligen Videoserie „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“, die rassistische Ideologie der Nationalsozialisten. So wurden die sowjetische Kriegsgefangene deutlich schlechter behandelt als die französischen. Die Nazis unterschieden auch hier nach „wertvolleren und wertloseren Menschen“. Selbst im Tod: Nach einem alliierten Bombenangriff, bei dem 431 Kriegsgefangene starben, wurden die sowjetischen Opfer auf dem Steinhaldenfriedhof namenlos in Massengräbern verscharrt; den französischen Toten bezeugte man noch ein gewisses Maß an Respekt.
Themen, die in dieser Serie schon bearbeitet wurden oder noch werden:
Dieser Filmbestand ist bislang nicht veröffentlicht worden und die Videos sind exklusiv den Abonnentinnen und Abonnenten unserer Zeitung zugänglich. Alle Videos und Artikel zur Serie werden hier in unserem Themendossier „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ gebündelt.
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