Flughafen Stuttgart Eurowings baut London-Angebot ab Stuttgart aus
Nach dem Rückzug von British Airways gibt es einen Lichtblick für den Flughafen Stuttgart. Eurowings stockt die London-Flüge deutlich auf und nimmt zusätzlich Gatwick ins Programm.
Nach dem Rückzug von British Airways gibt es einen Lichtblick für den Flughafen Stuttgart. Eurowings stockt die London-Flüge deutlich auf und nimmt zusätzlich Gatwick ins Programm.
Lichtblick für den zuletzt gebeutelten Flughafen Stuttgart: zwar stellt British Airways zum Sommerflugplan, der von 29. März an gilt, seine Flüge nach London ein. Aber eine andere Airline springt in die Bresche. Eurowings erhöht sein Angebot auf der Strecke Stuttgart-London und fliegt in der britischen Hauptstadt einen zweiten Flughafen an.
Eurowings werde „ab Sommerflugplan 2026 bis zu sechsmal pro Woche von Stuttgart nach London-Gatwick fliegen“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Damit stockt Eurowings sein Angebot auf. „Die bestehende Verbindung von Stuttgart nach London-Heathrow bleibt weiterhin mit bis zu 18 wöchentlichen Flügen im Sommerflugplan bestehen“. Man werde im Sommerflugplan „wöchentlich bis zu 24 Direktverbindungen zu den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick“ anbieten, so die Eurowings-Sprecherin.
Auf der London-Strecke drohte dem Flughafen Stuttgart ein Rückschritt, seit im vergangenen November bekannt geworden war, dass sich zum Sommerflugplan 2026 British Airways von dieser Verbindung zurückziehen wird. Zuletzt machte sich in Aufsichtsratskreisen des Flughafens die Sorge breit, der Manfred-Rommel-Airport könnte weitere prestigeträchtige Direktverbindungen verlieren und nur noch im Bereich des Urlaubs- und Freizeitverkehrs wachsen.
Eurowings ist am Stuttgarter Flughafen die mit weitem Abstand am stärksten vertretene Airline. Die Lufthansa-Tochter hat einen Marktanteil von rund 40 Prozent. Auf Platz zwei folgt SunExpress, ein Jointventure von Lufthansa und Turkish Airlines.
Der Stuttgarter Flughafen kämpft weiter mit den Folgen der Coronakrise, als der Luftverkehr stark abnahm. Die Wirtschaftskrise, die im Südwesten deutlich zu spüren ist, bremst die Erholung zudem. Im zurückliegenden Jahr zählte die Flughafengesellschaft (FSG) rund 9,6 Millionen Passagiere und damit 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2026 geht die FSG von einem leichten Rückgang auf 9,4 Millionen aus.