Mehrere Kommunen im Rems-Murr-Kreis profitieren von Fördermitteln des Landes. Schwerpunkt ist ein teures Projekt zum Hochwasserschutz in Murrhardt.
Fünf Kommunen im Rems-Murr-Kreis sollen in diesem Jahr von Fördermitteln des Landes für Wasserwirtschaft profitieren. Laut Förderliste sind Maßnahmen im Umfang von rund 17,5 Millionen Euro vorgesehen. Den größten Anteil erhält Murrhardt: Für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Gaab sind 15 Millionen Euro eingeplant.
Weitere Mittel fließen in die Trinkwasserversorgung. In Berglen sind der Neubau eines Wasserwerks mit Hochbehälter sowie die Aufdimensionierung von Leitungen vorgesehen (1,139 Millionen Euro). Kaisersbach soll 376.600 Euro für die Erschließung neuer Quellen und den Anschluss von Außenbereichen erhalten. Auch Winterbach ist mit 940.500 Euro für Maßnahmen zur Trinkwasserversorgung berücksichtigt.
Darüber hinaus sind 90.000 Euro für die Untersuchung eines Altstandorts im Bereich Paulinenstraße in Schorndorf eingeplant.
Die CDU-Landtagsabgeordneten Christian Gehring und Jens Steinat verweisen auf die zunehmenden Herausforderungen durch Starkregen, Hochwasser und Trockenperioden. „Die Herausforderungen der Wasserwirtschaft haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen“, erklären sie. Die Förderung stärke die kommunale Infrastruktur und komme letztlich den Bürgerinnen und Bürgern zugute.
Auch der Grünen-Abgeordnete Ralf Nentwich bewertet die Maßnahmen positiv und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung und zum Schutz vor Extremwetter.
265 Millionen Euro für Wasserwirtschaft in Baden-Württemberg
Die Maßnahmen sind Teil des landesweiten Förderprogramms für Wasserwirtschaft, das 2026 ein Gesamtvolumen von rund 265 Millionen Euro umfasst. Davon fließen nach Angaben des Umweltministeriums rund 87 Millionen Euro in die Wasserversorgung, 107,6 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigung sowie 70,8 Millionen Euro in Hochwasserschutz und Gewässerökologie. Die Mittel verteilen sich auf 39 Stadt- und Landkreise im Land.
Die endgültige Bewilligung steht allerdings noch aus. Wie aus den Mitteilungen hervorgeht, erfolgt sie erst über separate Bescheide der zuständigen Behörden.