Der Eckensee im Herzen der City eignet sich derzeit nicht als Postkartenmotiv. Die Algen breiten sich unaufhaltsam aus. Höchste Zeit, dass die Parkpfleger kommen.
Der Frühling lässt Stuttgart frisch und gut aussehen. Mit einer Ausnahme. Der Eckensee zwischen Oper, Neuem Schloss und Kunstgebäude sieht ausgesprochen schlecht aus. Das ist jahreszeitlich bedingt, denn mit den steigenden Temperaturen gedeihen in dem 60 Zentimeter flachen Gewässer die Algen.
Inzwischen bedecken sie gut ein Drittel des künstlich angelegten, 7700 Quadratmeter großen Sees. In Verbindung mit den Hinterlassenschaften der Nilgänse gewinnt die Stadt mit diesem Algenteppich keinen Schönheitspreis.
Sie ist für den Eckensee aber auch gar nicht zuständig, sondern das Land und damit die Wilhelma, die den Schlossgarten betreut. Dort steht man nach Auskunft des Finanzministeriums für den traditionellen Frühjahrsputz in den Startlöchern. Am 14. April sollen die Parkpfleger anrücken.
Die Reinigung dauert mehrere Tage
Dann heißt es wieder: Wasser ablassen, Schläuche ausrollen und schrubben mithilfe von Traktoren, an denen große Besen befestigt sind. „Bereits am Montag wird der See abgelassen“, sagt Sebastian Engelmann, Sprecher des Finanzministeriums, das am Rande des Eckensees liegt: „Bis Freitag wird er wieder befüllt.“
Allerdings nicht ganz. Denn im Anschluss an die Reinigung des Beckens müssten Dichtungsarbeiten an einem Schacht durchgeführt werden, die nur bei niedrigem Wasserstand im Eckensee möglich seien, erklärt das Ministerium. Im Anschluss werde dann, voraussichtlich am 21. April, auch wieder die charakteristische Fontäne eingeschaltet